Dresscode in Asien

Arabische Länder

  • Auf die Schuhe achten. Es ist absolut tabu, einem Araber die Schuhsohle zu zeigen. Europäer machen das aber häufig, wenn sie die Beine übereinander schlagen.
Für Sie:
  • Frauen müssen vor allem in arabischen Ländern darauf achten, nicht zu körperbetonte oder feminine Kleidung zu tragen. Sie würden sonst als Geschäftspartner nicht ernst genommen.
  • Angebracht sind hoch geschlossene Blusen, wadenlange Röcke und nicht zu enge Hosenanzüge oder Kostüme.
  • In der arabischen Welt ist die Kleiderordnung teilweise sogar gesetzlich festgeschrieben.
  • In Saudi-Arabien beispielsweise dürfen sich Frauen laut Gesetz nur mit Kopftuch und einem bodenlangen schwarzen Umhang sehen lassen - das gilt auch für Ausländerinnen.
  • In anderen Staaten gehören hoch geschlossene Blusen mit langen Ärmeln unbedingt ins Gepäck - egal wie heiss es draussen sein kann.
Für Ihn:
  • Im Iran ist die Krawatte ein absolutes Tabu. Die Krawatte wird hier als ein christliches Symbol angesehen, welches auf die Kreuzritter zurückgeführt wird.
  • In den Golfstaaten hingegen ist man ein wenig lockerer und westlicher eingestellt. Eine Krawatte kann man beruhigt tragen, solange ihr Muster nicht religiöse Assoziationen hervorruft (keine Kreuze!).
  • Der Anzug mit Hemd ist aber trotzdem Pflicht.

China

Für Sie:
  • Ausländische Managerinnen, die sich in freizügiger Mode bewegen gelten sofort als anrüchig,
  • Mit hochgeschlossenen Blusen und wadenlangen Röcken ist man gut beraten.
  • Kostüme und Hosenanzüge sollten nicht zu figurbetont sein.
  • Bei kurzen Blusen und Tops raten Asien-Experten westlichen Frauen, ihre Oberarme zu rasieren.
  • Asiatische Frauen haben fast kein Körperhaar. Beharrte Oberarme bei Frauen überraschen viele Asiaten dann und wirken auf einige abstossend.
Für Ihn:
  • Wer sich in konservativen Chic hüllt, macht nichts falsch - kann aber dennoch danebenliegen.
  • So erntet derjenige, der im heissen Sommer ständig in Schlips und Sakko herumläuft ebenso Unverständnis wie derjenige, der im kalten Winter lieber fröstelt, statt sich einen Pullover unters Jackett zu ziehen.
  • Marken und Preise sind ein beliebtes Gesprächsthema:
  • Beim Abendbankett darf geprotzt werden, wie viel die Garderobe gekostet hat. Es ist sogar erlaubt, das Labelschild sichtbar zu tragen.
  • Grossen Wert legen Chinesen auf repräsentative Accessoires. Dicke Uhren verschaffen ebenso Respekt wie silberne Visitenkartenetuis oder edle Steine auf Krawattennadeln.

Japan

  • In traditionellen Restaurants müssen oftmals die Schuhe ausgezogen werden. Sind es handgefertigte oder angesagte Markenschuhe, nehmen die Gastgeber das zur Kenntnis.
  • Schlüpfen die Gäste aus ausgelatschten und übel riechenden Schuhen, rümpfen die Japaner die Nase.
  • Deshalb empfehlen Experten zu solchen Events sowohl elegante wie aus- und anziehfreudige Slipper, weil Schnüren oder Schnallen auf engem Terrain zwangsläufig zum Stress geraten.
  • Rote Socken oder anderweitig auffällige Strümpfe lassen jeden Träger lächerlich aussehen.
Für Sie:
  • Frauen sollten aus diesem Grund auch Hosen oder längere und weite Röcke tragen. Ein Schlauchrock gerät zur Plage, ein Mini zur Peinlichkeit wenn man kniend auf dem Boden sitzt.
  • Zudem sollten sie einige Spielregeln beachten, um die "Musterung" japanischer Sekretärinnen zu überstehen:
    - Niemals ohne BH
    - kein tiefer Ausschnitt,
    - niemals strumpflos.
  • Das könnte Nippons Männern zwar gefallen, aber nicht ihren Vorzimmerdamen - und die entscheiden hier, wer vorgelassen wird oder abblitzt.
  • Auch in Japan empfiehlt sich eine Rasur (siehe China).
Für Ihn:
  • In Japan ist eine Krawatte ein unverzichtbares Detail. Eine Krawatte ist das Symbol für einen Kaufmann. Wer keine trägt, ist in den Augen vieler Asiaten auch kein Kaufmann und wird nicht ernst genommen.
  • Ansonsten gelten vergleichbare Dresscodes wie in Europa.