Kopf des Monats | Juli 2017

                                                                 

Dennis Lück, Chief Creative Officer Jung von Matt/Limmat  

 

Dennis Lück begann seine berufliche Karriere als Übersetzer bei Thyssen Krupp Automotive Italia in Turin. 2002 wurde er als Text-Praktikant bei Scholz & Friends in Hamburg in die Werbewelt aufgenommen. Nach vier Jahren wurde er dort zum Creative Director ernannt, und weitere vier Jahre danach wurde der damals 32-jährige Lück zum Geschäftsführer befördert.

2010 folgte der Wechsel in die Schweiz zu Scholz & Friends Zürich. Innerhalb eines Jahres baute er diese Agentur zu einem knapp 70-köpfigen Team auf. Ende 2011 übernahm er dann die kreative Leitung bei FCB Zürich - der Agentur, die er in einen kreativen Hotspot verwandelte und auf Platz 1 im Kreativ-Ranking führte. 2016 folgte dann der Wechsel zu Jung von Matt/Limmat, wo er als Chief Creative Officer verantwortlich für den kreativen Output der Agentur zeichnet. Zu Lücks Aufgaben gehört, den crossmedialen Anspruch der Agentur weiter mitzugestalten.

Lück wird von den Medien, vom Tagesanzeiger bis hin zur Schweizer Illustrierten, als „kreativster und erfolgreichster Werber der Schweiz“ bezeichnet. 2017 wurde er zum „Werber des Jahres“ ernannt. Mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt er in Wohlen AG. In seiner Freizeit spielt er Schlagzeug in einer Punkrock-Ban

Interview: marketing.ch


Herr Lück, Sie sind Chief Creative Officer von Jung von Matt/Limmat, einer der grössten Werbeagenturen der Schweiz. In welchen Bereichen ist Jung von Matt/Limmat genau tätig?

 

Hier kann man sicher viele Schlagwörter nennen. 360°-Kampagnen, Performance Marketing, Daten-Intelligenz, Content Creation, und, und, und. Aber ehrlicherweise sind wir unterm Strich nur in einem Bereich tätig. Dem der Markenkommunikation.


 

Wie sieht bei Ihnen ein “normaler” Arbeitsalltag aus?

 

 

Wie ein normaler Arbeitsalltag aussieht, wüsste ich auch gerne (lacht). Nein, Spass beiseite. Mein Arbeitsalltag ist wirklich strikt geregelt. Ich stehe um 5 Uhr auf, arbeite zwei Stunden, helfe dann, die Kinder zu versorgen, dann ab ins Büro, gegen 19 Uhr nach Hause, Kinder versorgen Teil 2, und bei Bedarf noch mal an den Laptop. Für einen Kreativen sehr normal und geregelt, oder?


 

Jung von Matt hat weitere Gesellschaften in insgesamt acht Ländern der Welt. Inwieweit besteht Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb der Strategien und einzelner Projekte zwischen den weltweiten Standorten?

 

 

Obwohl wir hier in der Schweiz voll eigenständig sind, wären wir ja richtig dusselig, wenn wir den Austausch mit so starken Partnern nicht nutzen würden. Während ich hier schreibe, ist eine Delegation aus Hamburg unterwegs zu uns. Mit unseren Kollegen aus Stuttgart, Polen, Wien und Hamburg sind wir aktuell im Austausch in verschiedenen Projekten. Darüber hinaus arbeiten wir eng zusammen, wenn es um die Förderung von Mitarbeitenden geht. Neben dem, dass es Sinn macht, macht es auch einfach nur Spass, sich mit Top-Leuten über das Ideengeschäft auszutauschen. So soll ein Netzwerk funktionieren.


 

Im Mai 2017 wurden Sie zum “Werber des Jahres 2017” gekürt. Was bedeutet Ihnen der Preis und inwiefern bestätigt dieser Ihnen Ihre Arbeit und Ihr Engagement?

 

 

 

Das war schon eine verrückte Sache. Der Titel “Werber des Jahres” ist ja sozusagen die Dachmarke aller Titel. Alle Kunden, alle Kampagnen, alle Teams, alle Awards, alle Pitches – alles steckt da ja mit drin. Alleine die Nominierung war für mich schon grandios. Dann noch durch die Branche gewählt zu werden, das war für mich das Grösste überhaupt. Wenn Sie fragen, was es mir bedeutet, dann ist das hier die schönste und ehrlichste Antwort: Es sind mehrere tausend Liter Bier geflossen.  


 

Welchen Trends innerhalb des Werbemarktes erwarten uns in der Zukunft? In welchem Masse passen Sie anhand deren Ihre Unternehmensstrategien an?


 

 

Daten und Kreativität werden immer öfter und immer intensiver miteinander schmusen. Das wird jetzt richtig ernst. Mein Credo hierzu lautet: Daten erweitern das Spielfeld für Kreativität. Wir alle müssen Daten lieben lernen. Jung von Matt/Limmat hat da sein Angebotsspektrum - schon bevor ich dazugestossen bin - ausgebaut mit Kompetenzen in den Bereichen Performance und Analytics.


 

Was sind Ihre Ziele mit Jung von Matt/Limmat für die nächsten Jahre?

 

 

Mein Ziel ist da sehr einfach: Ich will am meisten Tomatensuppe von allen verkaufen. Unser Job ist es, Marketers beim Verkaufen zu unterstützen. Das ist unser Business, das wollen wir erfüllen. So inspirierend, so populär und so effektiv wie möglich.

 

 

Wie managen Sie in Ihre anspruchsvolle Position als Chief Creative Officer, sodass Ihre Freizeit nicht zu kurz kommt? Stichwort Work-Life-Balance.


 

Ehrlich gesagt darf meine Freizeit total zu kurz kommen. Im Job muss es laufen, ich muss genug Zeit für meine Familie haben und wenn ich dann noch 15 Minuten für meine Gitarre übrig habe, dann ist die Welt wirklich voll in Ordnung.

 

 

 

Wir von marketing.ch bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen für ihre Zeit und das spannende Interview!