Abdominaltyphus

Die Krankheit in Kürze

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Typhus ist eine bakterielle Erkrankung, die man sich durch die Aufnahme verunreinigten Wassers oder verunreinigter Nahrung zuziehen kann. Das Risiko ist in Entwicklungsländern höher, da die Sanitäranlagen oft unzureichend sind.

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Es stehen eine gut verträgliche orale Impfung und effektive Antibiotika zur Verfügung.

Übertragung

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Das Bakterium Salmonella enterica typhi wird auf oralem Wege übertragen: bei der Zubereitung oder später verunreinigte Speisen, kontaminiertes Wasser oder schmutzige Hände.

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Des Weiteren sind Schalentiere aus verschmutzten Gewässern, Eis, Torten und Saucen eine häufige Infektionsquelle. Auch Fliegen können Nahrungsmittel kontaminieren. Ausserdem gibt es Menschen die unwissentlich chronische Bakterienausscheider sind.

Vorkommen

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Bei einem weltweiten Vorkommen besteht ein besonderes Infektionsrisiko in Süd-Asien (Pakistan, Indien, Nepal) sowie in Afrika und Peru.

Klinik und Komplikationen

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Die Symptome sind variabel, aber häufig verbunden mit typischerweise treppenförmig ansteigendem Fieber, Kopfschmerzen, Verschlechterung des Allgemeinzustands, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, rötlichen Hautveränderungen insbesondere am Rumpf und trockenem Husten. Verstopfung ist häufiger, als Durchfall.

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Ohne Behandlung kann die Erkrankung zu gastrointestinalen Komplikationen (beispielsweise Darmperforationen oder Blutungen) sowie Lungenschäden führen.

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Die Sterblichkeit liegt bei ca. 1% trotz adäquater antibiotischer Therapie im Krankenhaus.

Vorbeugung und Behandlung

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Möglichkeiten, das Infektionsrisiko zu senken, sind Nahrungsmittelhygiene (Abkochen von Wasser oder entsprechende Massnahmen, Genuss nur von gut gekochten Speisen oder Früchten, die Sie selber geschält haben) sowie persönliche Hygiene (Händewaschen, insbesondere vor dem Essen).

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Es gibt des Weiteren eine orale Lebendimpfung (Vivotif®) bestehend aus drei Kapseln, die über 5 Tage eingenommen werden (erster, dritter und fünfter Tag). Diese gibt einen 50-70 prozentigen Schutz ungefähr zwei Wochen nach Einnahme der letzten Kapsel.

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Der Impfstoff sollte im Kühlschrank gelagert und eine Stunde vor dem Frühstück mit etwas Wasser eingenommen werden. Wenn Sie zur selben Zeit Antibiotika oder Medikamente gegen Malaria einnehmen müssen, sollten Sie diesen Impfstoff nicht einnehmen. Im Allgemeinen ist diese Impfung gut verträglich und schützt für ca. 1 Jahr.

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Für Personen, die keine Lebendimpfungen erhalten dürfen (beispielsweise wegen einer Schwächung des Immunsystems) steht ein injizierbarer Totimpfstoff zur Verfügung (Typhim Vi®), der in Impfzentren erhältlich ist. Die Schutzdauer hier beträgt ca. 3 Jahre.

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Im Erkrankungsfall ist die antibiotische Behandlung notwendig (meistens wird ein Ciprofloxacin Derivat benutzt), allerdings nimmt weltweit die Anzahl resistenter Bakterienstämme zu.

Empfehlungen

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Die Impfung gegen Typhus ist für Reisende mit einem Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet oder Entwicklungsland empfohlen, insbesondere wenn es sich um einen Aufenthalt länger als 30 Tage handelt oder unzureichende hygienische Bedingungen zu erwarten sind.

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Ausserdem ist eine Impfung indiziert bei Personen mit einem unvollständigen Säureschutz des Magens (nach Gastrektomie, unter antazider Behandlung o.ä.).

 
 

Quelle:

Schweizerischen Arbeitsgruppe für Reisemedizinische Beratung
www.safetravel.ch