Mening.-Meningitis

Die Krankheit in Kürze

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Die Meningokokken Meningitis wird durch ein Bakterium verursacht, das durch engen Kontakt mit Infizierten als Tröpfcheninfektion (aus Nase und Rachen) übertragen wird. Die Symptome sind hohes Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Übelkeit und Erbrechen, eine Lichtscheu und manchmal ein rotfleckiger Ausschlag.

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Die Sterblichkeit ist unbehandelt hoch, kann aber durch frühzeitige antibiotische Behandlung gesenkt werden. Es existiert eine Impfung, die allerdings nur gegen bestimmte Serotypen wirksam ist.

Übertragung

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Der Erreger ist ein Bakterium namens Neisseria meningitides. Sein natürliches Reservoir ist der Mensch (Nase und Rachen). Es gibt mehrere Serotypen (A, B, C und seltener Y und W-135), die für den Menschen pathogen sind.

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Die Ansteckung findet vor allem durch direkten Kontakt mit einem Erkranken oder seltener einem asymptomatischen Träger (ca. 10% der Menschen) über erregerhaltige Tröpfchen aus dem Nasen-Rachen-Raum statt.

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Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren haben ein besonders hohes Risiko.

Vorkommen

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Sporadische Fälle kommen auf der ganzen Welt vor. Kleinere Ausbrüche werden manchmal bei grösseren Menschenansammlungen auf engem Raum beobachtet (bsp. Schlafsäle, Ferienlager, Militärkasernen).

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In Afrika kommen Epidemien häufig in einer Zone vor, die "Meningitis Gürtel" genannt wird. Dieser erstreckt sich südlich der Sahara und betrifft die Länder der Sahelzone insbesondere während der Trockenzeit von Dezember bis Juni.

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Mit Beginn der Regenzeit sinkt das Infektionsrisiko stark ab.

Klinik und Komplikationen

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Die Meningokokken Meningitis beginnt akut mit starken Kopfschmerzen, hohem Fieber, Übelkeit und Erbrechen, einer Lichtscheu (Photophobie), einer Nackensteifigkeit, dem Erscheinen eines kleinfleckigen roten Ausschlags und manchmal sogar einer Bewusstseinstrübung bis zum Koma.

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Der Verlauf kann dramatisch und ausgesprochen schnell sein. Die Sterblichkeit ist mit 5-10% hoch und in bis zu 20 % der Fälle können bleibende neurologische Schäden auftreten.

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Seltener können Meningokokken auch eine Sepsis (generalisierte Aussaat der Bakterien im Blut) hervorrufen. Hier ist die Prognose schlecht.

Vorbeugung und Behandlung

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Im Falle von Symptomen, gehen sie sofort zum Arzt, damit dieser schnellstmöglich eine antibiotische Behandlung beginnt.

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Es existiert eine Impfung die nach einer Injektion einen ca. dreijährigen Schutz gegen die Serotypen A, C, Y und W-135 bietet.

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Sie kann bei Erwachsenen und Kindern über zwei Jahren angewandt werden. Gegen den Serotyp B steht keine Impfung zur Verfügung. In Fällen von Epidemien meiden Sie Menschenansammlungen.

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Nach engem Kontakt zu einer infizierten Person kann eine prophylaktische Antibiotika Gabe indiziert sein.

Empfehlungen

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Reisende, die sich in ein Endemiegebiet oder ein Gebiet, in dem eine Epidemie herrscht begeben haben ein gesteigertes Erkrankungsrisiko, insbesondere, wenn sie in nahen Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung kommen (bsp. in Bussen und Zügen, durch Übernachtungen bei Einheimischen oder in Schlafsälen).

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Eine Meningokokken Impfung ist empfohlen bei Aufenthalten über einen Monat in einem Endemiegebiet oder in Fällen einer Epidemie im Reiseland oder aus anderen Gründen erhöhtem Erkrankungsrisiko bei Aufenthaltsdauern über einer Woche.

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Die Impfung ist obligatorisch für Pilgerfahrten nach Mekka (Saudi Arabien fordert eine gegen alle vier Serotypen gerichtete Impfung, die weniger als drei Jahre zurück liegt).

 
 

Quelle:

Schweizerischen Arbeitsgruppe für Reisemedizinische Beratung
www.safetravel.ch