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Den 7.
Seeländer Marketing-Event eröffnete Moderatorin Mascha
Santschi im Le Pavillon in Biel zusammen mit der
OK-Präsidentin Sévérine Steffen. Nach dem offiziellen
Grusswort durch die Institutsratpräsidentin der
Swissmedic und Direktorin der HTI Biel, Christine Beerli,
erwartete die rund 290 Teilnehmenden drei hochstehende
Referate über die Bedeutung von Teambuilding,
Beziehungsmarketing und der Mensch im Unternehmen. |
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Kurzinfo's |
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Referate |
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Durch seine enorme Kurzfristigkeit ist der „Manager“ im
Sport oft gezwungen, sehr pragmatisch, schnell zu
entscheiden. Dies führt oft zu einer „Schwarz/Weiss
Sichtweise“. Gerade diese Sichtweise aber bietet sehr gute
Gelegenheiten zum Vergleich.
Unterschiede zwischen Sport und Wirtschaft?
Selbstverständlich gibt es zwischen dem Sport und einem
Unternehmen Unterschiede. Drei Beispiele, um dies zu
verdeutlichen:
1. Im Sport bin ich Trainer und Coach, und dies
ausschliesslich. Das Mitspielen ist mir verboten, was
dazu führt, dass ich all meine Anstrengungen darauf
ausrichten darf und muss, mein Team und meine Spieler
stärker zu machen. In der Wirtschaft ist die Führungsperson
eher in der Rolle des Spielertrainers… und zusätzlich ist
das Gehalt oft abhängig von der Spielerleistung. Dies führt
zwangsläufig dazu, dass die Trainerrolle zweitrangig wird.
2. Die Form der Zusammenarbeit ist im Sport immer sehr
direkt. Wir trainieren gemeinsam, wir leisten gemeinsam…
kurz: Spieler und Trainer verbringen sehr viel Zeit
miteinander.
3. Wir unterscheiden klar zwischen Training und
Wettkampf. Wir üben (durchaus auch oft im Drillbereich),
was wir im Wettkampf leisten wollen. Die Kommunikation passt
sich an: während im Training oft eine korrigierende,
kritische Kommunikation überwiegt, wechseln wir – je näher
der Wettkampf kommt – zu einer motivierenden, positiven,
Kräfte aufbauenden Kommunikation.
Fragen für ein Unternehmen:
> Welche Rolle haben unsere Führungskräfte?
> Wieviel Anteil Spieler respektive Trainer?
> Wieviel Zeit investiert eine Führungskraft in das Führen
und
> > > >
>
Coachen?
> Welches sind bei uns die Themen, die wir vermehrt
trainieren
> > >
>
sollten?
> Haben wir situativ angepasste Kommunikationsstile oder
überwiegt
>
>
bei uns der korrigierende, kritische Teil?
Grundsatzentscheidungen
Meiner Erfahrung nach gibt es nur wenige – aber wichtige –
Entscheidungen, die unmissverständlich klar sein müssen.
Wie definieren wir Leistung?
Im Sport interessiert sich der Konsument nicht sehr dafür,
wie viel Zeit der Sportler investiert. Der einzige Massstab
ist die Rangierung oder der Sieg.
Meine Erfahrung: In vielen Unternehmen wird der Anteil an
Zeitinvestment als sehr wichtiger Leistungsfaktor gesehen…
Harmonie als Bedingung für den Erfolg oder als Konsequenz
davon?
Bei uns ist Harmonie eine Konsequenz des Erfolges und keine
Bedingung. Die Arbeit zum „Sieg“ ist sehr oft ein
„Zusammenraufen“.
Meine Erfahrung: Viele Führungskräfte und Teams machen der
Harmonie zuliebe Kompromisse, die das Ziel Sieg gefährden
oder oft sogar verhindern.
Haben wir ein gemeinsames Ziel?
Stellen Sie sich vor, mein Team hätte zwar in den
Abteilungen Tor, Abwehr, Angriff klare Abteilungsziele, aber
das gemeinsame Ziel würde fehlen. Wie erfolgreich wären wir?
Fragen für ein Unternehmen?
> Haben wir Leistung/Erfolg in unserem Unternehmen
definiert?
> Haben wir geklärt, ob und wann, wie wir uns „raufen“
müssen und
>
>
dürfen? Auch über die Hierarchiestufen hinweg?
> Haben wir ein gemeinsames Ziel?
Das vollständige Referat finden Sie unten. |
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Was bedeutet „Mensch im Marketing“ aus wissenschaftlicher
Perspektive und wie kann dieses Prinzip umgesetzt werden?
Nach dem verhaltenswissenschaftlichen Ansatz des Marketings
stehen die Kundenbedürfnisse der internen und externen
Kunden im Mittelpunkt. Werden diese erfüllt, entsteht
Zufriedenheit und Bindung – eine auf Mitarbeiter- und
Kundenseite wesentliche Voraussetzung für den
Unternehmenserfolg.
Auf der Kundenseite tragen das Qualitäts- und
Kundenbindungsmanagement zur Verwirklichung von „Mensch im
Marketing“ bei, auf der Mitarbeiterseite vor allem die
Unternehmenskultur, z.B. durch Empowerment der Mitarbeiter
und Massnahmen der Mitarbeitermotivation.
Sowohl auf Mitarbeiter- als auch auf Kundenseite hilft das
Prinzip der Perspektivenübernahme, die Bedürfnisse zu
verstehen, Zufriedenheit und Bindung zu erreichen – und
damit „Mensch im Marketing“ und „Erfolg durch Marketing“ zu
realisieren. |
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> Der Vorgesetzte ist der Coach, Vorbild und Ansprechperson,
ob bei geschlossener oder offener Bürotüre!
> Wir Menschen wollen wahrgenommen werden; was ist unsere
Meinung, wie geht es mir. Am Geburtstag drückt mir der Chef
die Hand, an speziellen Geburtstagen gibt es etwas
Spezielles. Nach 10 Jahren Firmenzugehörigkeit gibt es ein
Fest, der CEO und die GL sind dabei. Der CEO macht „dutzis“,
wenn dies nicht bereits geschehen ist. Wenn ich krank bin,
interessiert sich jemand in der Firma für mich; wenn ich
zurück bin, wird nach meinem Wohlbefinden gefragt.
> Die Frage „wia gots“ wird oft zum Killer. Interessiert es
Sie wirklich oder ist es eine Phrase wie „nice to meet you“
oder „how are you“. Wollen Sie es wirklich wissen, so
schauen Sie den Menschen in die Augen, hinterfragen Sie x
was oder kommen Sie beim nächsten Treffen darauf zurück.
> Fühlen und spüren in der Wechselbeziehung zum nahen Umfeld
ist schön, jedoch auch anstrengend und anspruchsvoll.
> Überraschen und belohnen Sie Ihr Umfeld, ob privat oder im
Business.
> Wo stehe ich, wo steht die Firma, was haben wir erreicht,
wo wollen wir hin, was kann ich dazu beitragen, was wird von
mir erwartet? Dies muss ich doch wissen, ansonsten kann ich
nicht erfolgreich und mit Freude tätig sein.
> Motivierte und zufriedene Mitarbeiter sind der Motor der
Firma, die Zahlen der Output davon. Die Zahlen stehen am
ersten Tag des Jahres immer wieder auf 0. Der Motor ist
immer noch der gleiche. Sie als Unternehmer entscheiden,
welchen Motor Sie haben werden. Ich bin sicher, Sie gehen
mit mir einig, dass es schon schön, angenehm und sicher auch
wohltuend ist, einen zuverlässigen und starken Motor zu
haben.
Die
Kernteams müssen einander kennen, akzeptieren, respektieren
und Freude am Umgang miteinander haben.
Da reichen 0815 Meetings nicht…
Halten Sie alle Versprechen – das heisst alles, was Sie
nicht halten können, dürfen Sie nicht sagen!
Falls Unruhe aufkommt, kommunizieren Sie schnell, offen und
ehrlich! Dies gibt Sicherheit.
Auf die Stelle zugeschnittene Leute gibt es in der Regel
nicht. Das beste Know-how ist im Hause zu finden. Das
Schlüsselwort heisst Weiterbildung und Ausbildung.
Treffen Sie auch harte Entscheide. Dabei fair zu bleiben ist
die Kunst, weder der Firma noch den Betroffenen zu stark zu
schaden. |
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