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Event-Bericht

7. Seeländer Marketing-Event

Human Marketing - Der Mensch als Erfolgsfaktor

in Zusammenarbeit mit:

   
Sie befinden sich hier:  >Startseite  >Eventberichte  > 7. Seeländer Marketing-Event
 
 

Den 7. Seeländer Marketing-Event eröffnete Moderatorin Mascha Santschi im Le Pavillon in Biel zusammen mit der OK-Präsidentin Sévérine Steffen. Nach dem offiziellen Grusswort durch die Institutsratpräsidentin der Swissmedic und Direktorin der HTI Biel, Christine Beerli, erwartete die rund 290 Teilnehmenden drei hochstehende Referate über die Bedeutung von Teambuilding, Beziehungsmarketing und der Mensch im Unternehmen.

 
 
Kurzinfo's 

Event:

7. Seeländer Marketing-Event

Datum:

26. April 2007

Ort:

Le Pavillon, Biel

Veranstalter:

Swiss Marketing Biel-Seeland

Moderation:

Mascha Santschi

Besucher:

Marketing- und Personalverantwortliche, Führungskräfte

Referate:

Urs Mühlethaler, Prof. Dr. Manfred Bruhn, Peter Barandun

Bilder:

Hier geht's zur Bild-Galerie

 
 
Referate
 
Keynote: Teambuilding - Mit oder trotz Leidenschaft zum Erfolg
Urs Mühlethaler
Ex-Profitrainer der Schweizer Nationalmannschaft


Durch seine enorme Kurzfristigkeit ist der „Manager“ im Sport oft gezwungen, sehr pragmatisch, schnell zu entscheiden. Dies führt oft zu einer „Schwarz/Weiss Sichtweise“. Gerade diese Sichtweise aber bietet sehr gute Gelegenheiten zum Vergleich.

Unterschiede zwischen Sport und Wirtschaft?
Selbstverständlich gibt es zwischen dem Sport und einem Unternehmen Unterschiede. Drei Beispiele, um dies zu verdeutlichen:

1. Im Sport bin ich Trainer und Coach, und dies ausschliesslich. Das Mitspielen ist mir verboten, was dazu führt, dass ich all meine Anstrengungen darauf ausrichten darf und muss, mein Team und meine Spieler stärker zu machen. In der Wirtschaft ist die Führungsperson eher in der Rolle des Spielertrainers… und zusätzlich ist das Gehalt oft abhängig von der Spielerleistung. Dies führt zwangsläufig dazu, dass die Trainerrolle zweitrangig wird.

2. Die Form der Zusammenarbeit ist im Sport immer sehr direkt. Wir trainieren gemeinsam, wir leisten gemeinsam… kurz: Spieler und Trainer verbringen sehr viel Zeit miteinander.

3. Wir unterscheiden klar zwischen Training und Wettkampf. Wir üben (durchaus auch oft im Drillbereich), was wir im Wettkampf leisten wollen. Die Kommunikation passt sich an: während im Training oft eine korrigierende, kritische Kommunikation überwiegt, wechseln wir – je näher der Wettkampf kommt – zu einer motivierenden, positiven, Kräfte aufbauenden Kommunikation.

Fragen für ein Unternehmen:
> Welche Rolle haben unsere Führungskräfte?
> Wieviel Anteil Spieler respektive Trainer?
> Wieviel Zeit investiert eine Führungskraft in das Führen und
> > > > > Coachen?
> Welches sind bei uns die Themen, die wir vermehrt trainieren
> > > > sollten?
> Haben wir situativ angepasste Kommunikationsstile oder überwiegt
> > bei uns der korrigierende, kritische Teil?

Grundsatzentscheidungen
Meiner Erfahrung nach gibt es nur wenige – aber wichtige – Entscheidungen, die unmissverständlich klar sein müssen.

Wie definieren wir Leistung?
Im Sport interessiert sich der Konsument nicht sehr dafür, wie viel Zeit der Sportler investiert. Der einzige Massstab ist die Rangierung oder der Sieg.

Meine Erfahrung: In vielen Unternehmen wird der Anteil an Zeitinvestment als sehr wichtiger Leistungsfaktor gesehen…

Harmonie als Bedingung für den Erfolg oder als Konsequenz davon?
Bei uns ist Harmonie eine Konsequenz des Erfolges und keine Bedingung. Die Arbeit zum „Sieg“ ist sehr oft ein „Zusammenraufen“.

Meine Erfahrung: Viele Führungskräfte und Teams machen der Harmonie zuliebe Kompromisse, die das Ziel Sieg gefährden oder oft sogar verhindern.

Haben wir ein gemeinsames Ziel?
Stellen Sie sich vor, mein Team hätte zwar in den Abteilungen Tor, Abwehr, Angriff klare Abteilungsziele, aber das gemeinsame Ziel würde fehlen. Wie erfolgreich wären wir?

Fragen für ein Unternehmen?
> Haben wir Leistung/Erfolg in unserem Unternehmen definiert?
> Haben wir geklärt, ob und wann, wie wir uns „raufen“ müssen und
> > dürfen? Auch über die Hierarchiestufen hinweg?
> Haben wir ein gemeinsames Ziel?


Das vollständige Referat finden Sie unten.

>> Hier können Sie das die Präsentation kostenlos downloaden:

PDF: Vollständiges Referat Urs Mühlethaler
 
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"Mensch im Marketing – Der Benefit eines qualitativen Beziehungsmarketings"
Prof. Dr. Manfred Bruhn
Professor für Marketing und Unternehmensführung
Ordinarius Uni Basel


Was bedeutet „Mensch im Marketing“ aus wissenschaftlicher Perspektive und wie kann dieses Prinzip umgesetzt werden?

Nach dem verhaltenswissenschaftlichen Ansatz des Marketings stehen die Kundenbedürfnisse der internen und externen Kunden im Mittelpunkt. Werden diese erfüllt, entsteht Zufriedenheit und Bindung – eine auf Mitarbeiter- und Kundenseite wesentliche Voraussetzung für den Unternehmenserfolg.

Auf der Kundenseite tragen das Qualitäts- und Kundenbindungsmanagement zur Verwirklichung von „Mensch im Marketing“ bei, auf der Mitarbeiterseite vor allem die Unternehmenskultur, z.B. durch Empowerment der Mitarbeiter und Massnahmen der Mitarbeitermotivation.

Sowohl auf Mitarbeiter- als auch auf Kundenseite hilft das Prinzip der Perspektivenübernahme, die Bedürfnisse zu verstehen, Zufriedenheit und Bindung zu erreichen – und damit „Mensch im Marketing“ und „Erfolg durch Marketing“ zu realisieren.

>> Hier können Sie das die Präsentation kostenlos downloaden:

PDF: Präsentationsfolien Prof. Dr. Bruhn Teil 1

PDF: Präsentationsfolien Prof. Dr. Bruhn Teil 2
 
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"Mensch im Unternehmen – Die lebhafte Umsetzung des beliebtesten Schweizer Arbeitgebers"
Peter Barandun
CEO Electrolux AG
Zürich


> Der Vorgesetzte ist der Coach, Vorbild und Ansprechperson, ob bei geschlossener oder offener Bürotüre!

> Wir Menschen wollen wahrgenommen werden; was ist unsere Meinung, wie geht es mir. Am Geburtstag drückt mir der Chef die Hand, an speziellen Geburtstagen gibt es etwas Spezielles. Nach 10 Jahren Firmenzugehörigkeit gibt es ein Fest, der CEO und die GL sind dabei. Der CEO macht „dutzis“, wenn dies nicht bereits geschehen ist. Wenn ich krank bin, interessiert sich jemand in der Firma für mich; wenn ich zurück bin, wird nach meinem Wohlbefinden gefragt.

> Die Frage „wia gots“ wird oft zum Killer. Interessiert es Sie wirklich oder ist es eine Phrase wie „nice to meet you“ oder „how are you“. Wollen Sie es wirklich wissen, so schauen Sie den Menschen in die Augen, hinterfragen Sie x was oder kommen Sie beim nächsten Treffen darauf zurück.

> Fühlen und spüren in der Wechselbeziehung zum nahen Umfeld ist schön, jedoch auch anstrengend und anspruchsvoll.

> Überraschen und belohnen Sie Ihr Umfeld, ob privat oder im Business.

> Wo stehe ich, wo steht die Firma, was haben wir erreicht, wo wollen wir hin, was kann ich dazu beitragen, was wird von mir erwartet? Dies muss ich doch wissen, ansonsten kann ich nicht erfolgreich und mit Freude tätig sein.

> Motivierte und zufriedene Mitarbeiter sind der Motor der Firma, die Zahlen der Output davon. Die Zahlen stehen am ersten Tag des Jahres immer wieder auf 0. Der Motor ist immer noch der gleiche. Sie als Unternehmer entscheiden, welchen Motor Sie haben werden. Ich bin sicher, Sie gehen mit mir einig, dass es schon schön, angenehm und sicher auch wohltuend ist, einen zuverlässigen und starken Motor zu haben.

Die Kernteams müssen einander kennen, akzeptieren, respektieren und Freude am Umgang miteinander haben.
Da reichen 0815 Meetings nicht…

Halten Sie alle Versprechen – das heisst alles, was Sie nicht halten können, dürfen Sie nicht sagen!
Falls Unruhe aufkommt, kommunizieren Sie schnell, offen und ehrlich! Dies gibt Sicherheit.

Auf die Stelle zugeschnittene Leute gibt es in der Regel nicht. Das beste Know-how ist im Hause zu finden. Das Schlüsselwort heisst Weiterbildung und Ausbildung.

Treffen Sie auch harte Entscheide. Dabei fair zu bleiben ist die Kunst, weder der Firma noch den Betroffenen zu stark zu schaden.

>> Hier können Sie das die Präsentation kostenlos downloaden:

PDF: Referat Peter Barandun
 
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