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10. Berner Marketingtag 2005
 
                    
 
  Zeit als individueller Erfolgsfaktor 

 
Im Zentrum des diesjährigen Marketingtags in Bern stand die Zeit - und zwar mit all ihren
  Facetten: als ungreifbare und oft unberechenbare Grösse, die über Erfolg und Misserfolg beim
  Marketing entscheiden kann, und als rares Gut, dem alle hinterher jagen. Für Denkanstösse
  bei dem bedeutensten Marketinganlass im Mittelland sorgten am 10. November hochkarätige
  Referenten mit eigenwilligen Thesen.

  
                  
                      

 
 

 Die Tagung wurde durch Hanspeter Ruchti, OK-Präsident des BMT, eröffnet. Anschliessend hielt Frau
 Barbara Hayoz der Stadtregierung Bern eine Rede über das Gesprächsthema Bern. Bern stehe für
 Zeit haben, sich Zeit nehmen.
Jean-Claude Biver eröffnete dann die Vorträge der Referenten.

 Zum Abschluss wurde die Talksendung von Tele Bern  der BZ-Talk aufgezeichnet. Andreas Z'Graggen
im
 Gespräch mit Johannes
Matyassy, Botschafter Präsenz Schweiz und Hanspeter Danuser, Direktor Kur-  
 und Verkehrsverein St.Moritz.


 Ziele des Berner Marketingtages waren:

 Der Berner Marketingtag (BMT) will Inhalte für erfolgreiches Marketing in feiner Abstimmung zu
 Wirtschaft, Kultur, Sport und Politik in schwierigen Zeiten vermitteln, die sich für jeder Mann/Frau in der
 Praxis umsetzen lassen.

  •  Der BMT ist Begegnungsort für Führungskräfte aus Verkauf und Marketing.
  •  Ausbau des persönlichen Beziehungsfeldes.
  •  Der BMT ist attraktive Plattform für erfolgreiches Sponsoring.

  


  Jean-Claude Biver, Direktor Montres Hublot
  
 

Thema: Zeit - Erfolgfaktor im Marketing

Die Fachpresse bezeichnete Ihn kürzlich als "le pape du marketing horloger". Retter der 1735 gegründeten Marke Blancpain, die er ab 1980 wieder zur Blüte brachte. Seit 2004 geschäftsführender Direktor des Familienunternehmens Montres Hublot. Biver redete über die Zeit, insbesondere die Zeit als kritischer Erfolgsfaktor im Marketing.

"Der grösste Feind des Marketings, ist der Schlaf, denn die Augen dürfen im Marketing nie zugehen." 

Mit Beispielen und Geschichten aus seiner Karriere in der Uhrenindustrie vermittelte Biver, dass man im Marketing nie aufhören soll zu sehen, zu hören, zu lernen und zu interpretieren. Jede Niederlage bringt auch Stärken, die man nutzen sollte, um danach wieder aufzustehen, und die Chance zum Wiederaufbau zu packen.

Dank seiner Idee, eine Fusion zwischen Kautschuk aus Malaysia und Gold aus Afrika in einer Uhr zu vereinigen, konnte der Umsatz der Firma Hublot verdreifacht werden.

Mind Map Referat Jean-Claude Biver


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  Wolfgang Schweiger, Geschäftsführer TrustMark CFI, Zollikon
  
 

Thema: Kundensegmentierung - Die Basis für den Marketingerfolg

Um eine höhere Marketingeffizienz zu erreichen, ist es laut Schweiger wichtig, das Marketing konsequent auf Kundengruppen auszurichten, mit denen profitables Wachstum möglich ist. Unternehmer sollten dem Wert und die Bedürfnisse ihrer wichtigsten Kunden kennen und wissen, mit welchen sie langfristig wachsen können.

Er referierte über den Entwicklungsprozess einer Kundensegmentierung, welche Arbeitsschritte getätigt werden müssen und welche Anforderungen berücksichtigt werden müssen.

Neues und aktuelles Marketing-Fachwissen wurde unter Einbezug aktueller Praxisbeispiele vermittelt.


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  Dr. Serge Gaillard, Gewerkschaftsökonom / Prof. Silvio Borner Wirtschaftsprofessor UNI Basel
 
 
 
 

Thema: Turnaround Schweiz oder wie viel Zeit bleibt uns noch?

Brisantes Fachgespräch zwischen Prof. Silvio Borner, Wirtschaftsprofessor UNI Basel und Dr. Serge Gaillard, Gewerkschaftsökonom.

Die Schweiz ist nebst den USA die älteste demokratische Republik. Aber zu Überheblichkeit besteht kein Anlass, denn ausländische Experten sind bezüglich der direkten Demokratie eher skeptisch.

Laut Gaillard wächst die Schweiz wirtschaftlich unaufhaltsam, jedoch ist ein grosses Minus auf dem Arbeitsmarkt zu beklagen. Die Schweiz sei auf einem guten Weg, obwohl sie eine schwere Wirtschaftslage hat.

Borner hingegen findet, dass keine Euphorie aufkommen darf, es herrsche noch Handlungsbedarf. Die Schweiz hinke Europa hinterher. Eine starke Stellung des Marketings in der Schweiz, benötige auch ein liberales Umfeld. Borner setzte Akzente, aber nicht zu jedermanns Freude.

Mind Map Diskussion Gaillard / Borner

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  Christa Joss, CEO der Alternativen Bank Schweiz, Olten

 

Thema: Wie der Mut Erfolge zeitigt

Heute bewusst weniger Gewinne machen um übermorgen auch noch auf dem Markt zu sein. Wie viel Platz ist in unserer Zeit für Nachhaltigkeit und Ethik?

Ob es in unserer Zeit Platz hat, bestimmen Sie alle massgeblich mit. Es ist eine Frage des Willens, ob man bereit ist, den Initial-Aufwand zu betreiben und ein Umdenken einzuleiten.

Joss ermutigte die Unternehmer, sich mehr Zeit zu nehmen, um sich mit Nachhaltigkeit in Ihrem Unternehmen auseinander zusetzen. Das  Marketing wird davon profitieren und Nachhaltigkeit wird auch bei Ihre Unternehmen mehr als nur ein trendiges Schlagwort.

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  Chris von Rohr, Songwriter, Coach und TV-Persönlichkeit
  
 

Thema: Where have all the good times gone?

Von Rohr zog Vergleiche mit dem Marketing im Musik Business zwischen heute und früher. Früher hatte Marketing keine Bedeutung für die Musiker. Ein Fehler für seine Band "Krokus", denn somit flossen die Konzerteinnahmen an die Plattenfirma. Heute sei das Marketing nicht mehr wegzudenken.

Die heutige Zeit sei rasant schnell, alles ändere sich. Sein Tipp für die Marketingfachleute: Wieder mit mehr Herz und Leidenschaft an der Arbeit sein.

Mind Map Referat Chris von Rohr

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  René C. Jäggi, Sanierer und Vorstandsvorsitzender 1. FC Kaiserslautern
  
 

Thema: Nach dem Spiel, ist vor dem Spiel. Krisenkommunikation

Anhand von Bespielen aus der Praxis wurde gezeigt, wie der Weg vom Sanierungsfall zur erfolgreichen Unternehmung läuft.

Die Erstellung eines Krisenplanes mit einem Timing ist laut Jäggi das A und O einer jeden Unternehmung und erfüllt im Notfall den Zweck eines Handbuches.

Nach einer Krise ist Aktion statt Reaktion gefragt. Das Prinzip Hoffnung taugt nichts als strategisches Konzept.

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  Fazit

 
 Der Faktor Zeit gewinnt, ob wir es wollen oder nicht, in allen unseren Lebensbereichen kontinuierlich an
 Bedeutung. Zeit ist für Unternehmen zum strategischen Erfolgsfaktor geworden, dies wurde an diesem
 Marketingtag klar unterstrichen.
  

 
Durch den Berner Marketingtag 2005 führte Mona Vetsch. Ein an sich schon Interessanter Nachmittag
 wurde so mit witzigen Sprüchen aufgepeppt. Die Referenten, welche aus sehr unterschiedlichen 
 Branchen und Berufen kamen, liessen in die jeweilige Arbeitswelt hinein blicken. 
 
 Durch das Comedy-Programm von "Duo ohne Rolf" und der chinesischen Kampfkunst "Wushu" wurde
 dieser Nachmittag zu einem Erlebnis. Die Veranstaltung
, welche in zwei Jahren das nächste Mal
 stattfindet, kann nur empfohlen werden.

 Auswertung Umfrage Berner Marketingtag

 


  Facts
  Ort: Bern, Allegro Grand Casino Kursaal
  Datum: 10. November 2005
  Zeit / Dauer: 11.30 Uhr bis 18.30 Uhr
  Teilnehmer: 400 - 500
  Referenten: Jean-Claude Biver, Wolfgang Schweiger, Prof. Silvio Borner, Dr. Serge Gaillard, Christa Joss, Chris von Rohr, René C. Jäggi
  Webseite: www.bmt.ch
  
 
  Ausblick 2006/2007
  
  nächster Berner-
  Marketingtag:
8. November 2007 (2006 findet kein Berner Marketingtag statt.)