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9.
Dreikönigstagung
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Der Markt wird komplexer -
das Geschäft spannender!
"Mentalitäten, Strategien, Haltungen aus erster Hand"
versprach die 9. Dreikönigstagung des
Medieninstituts des Verbands Schweizer Presse (VSP),
welche am 10. Januar im World Trade
Center Zürich stattfand.
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Durch die Tagung führte Karl Lüönd, der zugleich
seinen Abschied verkündete. Lang anhaltenden
Applaus, einen Blumenstrauss und ein
Überraschungsgeschenk erhielt Karl Lüönd zum Abschied
von
seinem Posten als Leiter des Medieninstituts. Bei dieser
Gelegenheit bezeichnete ihn
Verleger-Präsident Hanspeter Lebrument
als "prägende und prominente
Persönlichkeit".
Jetzt wolle er wieder mehr schreiben, gab er bekannt.
"Ich will mehr als die Hälfte meiner Arbeitstage
ohne Krawatte verbringen."
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Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes SCHWEIZER PRESSE
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Thema: Kartografie der Eisberge für die Reise der Titanic
Hanspeter
Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Presse, will
einen Schlusspunkt unter die staatliche Unterstützung des
Pressevertriebs setzen. Er schlägt vor, auf Subventionen zu
verzichten und an ihrer Stelle ein einheitliches
Zeitungstarifsystem für die Presse gesetzlich zu verankern.
Der
Bundesrat hat kurz vor Weihnachten entschieden, die indirekte
Presseförderung auf Ende 2007 auslaufen zu lassen. Hanspeter
Lebrument nahm diesen Entscheid zum Anlass, an der Dreikönigstagung
seine persönlichen Überlegungen zu diesem Thema darzulegen.
Hanspeter Lebrument gab sich davon
überzeugt, dass es jetzt gelte, das entscheidende Zeichen zu
setzen und damit auch eine Vision für die Zukunft zu
entwickeln. Den Verhandlungsdelegationen des Verbandes
Schweizer Presse sei nach dem bundesrätlichen Entscheid der
Boden unter den Füssen weggezogen worden.
Lebrument
selbst hatte in der Vergangenheit für Subventionsprojekte
geworben. Aber: "In Anbetracht der Resultate habe ich
mich Schritt für Schritt aus den Reihen der
Subventionsfreunde entfernt."
"Der Verband ist legitimiert, Verhandlungen zu führen, wenn
unsere Verhandlungsdelegationen wissen, dass sich der Verband
für eine gesetzliche Bestimmung einsetzt, die einen
einheitlichen Zeitungstarif für die Post festlegt."
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Moritz Wuttke, Direktor Head of Business Development PubliGroup
SA
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Thema: Der Lesermarkt wird jünger, der Anzeigenmarkt
komplexer
Die Werbeauftraggeber sind angesichts der
"Unübersichtlichkeit" zahlreicher neuer und
parallel entwickelnder Medienformen verunsichert und wünschen
vor allem von Printtiteln mehr Informationen darüber, was mit
ihren Werbefranken geschieht.
Ein Trend lässt sich ganz deutlich erkennen: Die
Konsumentinnen und Konsumenten beginnen einen
individualisierten Medienmix zu bevorzugen, in dem die strikte
Trennung von Information und Unterhaltung nur noch zweitrangig
ist.
Individualität heisst in diesem Fall, dass mittlerweile das
Internet viel stärker zuständig ist für den eigenen
Medienmix, derweil das Fernsehen an Bedeutung verliert.
Die Tatsache, dass sich heute jeder seine persönliche
Medienmischung selbst zusammenstellen kann, führt auch dazu,
dass die klassische Werbewirkung nicht mehr mit den alten
Standards gemessen werden kann.
Power Point Präsentation:
Mortiz
Wuttke, Direktor Head of Business Development PubliGroup SA
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Heinz L. Ruesch, CEO Emediaone
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Thema: Zurück in die Zukunft - Die Zeitung als mobile
Mediaplattform
Es ist soweit: Zwar haben Mobiltelefone und Zeitungen noch den
gleichen Vorteil, nämlich den, dass sie mobil sind, doch am
Ende wird die Zeitung als Medienplattform ausgedient haben und
das elektronische Mobile Device an ihre Stelle treten.
Bleiben wir beim Mobiltelefon, der Spielkonsole oder dem
Laptop: Was sich anfassen und mitnehmen lässt, hat den
Vorteil, dass er den Kunden überall erreicht. Denn dieser
trägt es in der Tasche mit und bekommt nicht nur statische
Infos, wie sie die Zeitung bietet, sondern auch bewegte
Bilder, Audio- oder Videodateien.
Power Point Präsentation:
Heinz
L. Ruesch, CEO Emediaone
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Jürg Marquard, Verleger
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Im Gespräch mit Markus Gisler
Um als Verleger Erfolg zu haben benötige man kein Studium,
antwortete Jürg Marquard auf eine entsprechende Frage von
Journalist Markus Gisler. Hingegen brauche man erstens
gesunden Menschenverstand, zweitens gesunden Menschenverstand
und drittens gesunden Menschenverstand. Auf Nachfrage
ergänzte er diese Weisheit durch Aussagen wie, es sei "entscheidend,
mit Leidenschaft und Hingabe sowie mit dem unbedingten Willen
zum Erfolg" voranzugehen. " Ich sehe diesen Beruf
als Berufung."
Nach den "Traumjob"-Wirren des vergangenen Jahres
befragt, sagte Marquard, er wisse nicht, ob er die Aufgabe
noch einmal übernehmen würde, falls es überhaupt eine
zweite Staffel der Sendereihe gebe. Sicher aber sei, dass er
wieder dasselbe Honorar von 600 000 Franken verlangen würde.
«Für weniger mache ich es nicht», sagte er rundheraus.
Der Sieger der Sendung, Martin Bachofner, arbeite übrigens
erfolgreich in München und sei die «Speerspitze» seiner
Unternehmungen bei der Akquisition von neuen Geschäftsfeldern
ausserhalb des Printbereichs.
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Fazit
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Der Verband
Schweizer Presse hatte zum dritten Mal zum Wettbewerb geladen,
an der
Dreikönigstagung wurde die Siegeragentur bekannt gegeben:
die Favo Werbeagentur aus Basel.
Namhafte Schweizer Werbeagenturen waren eingeladen worden,
das Thema "Das kann nur ein
Inserat" in Form einer Anzeige kreativ umzusetzen.
Die Meinungen zum Referat von Hanspeter Lebrument gingen
weit auseinander. Der Leiter der
NZZ-Gruppe Dr. Beat Lauber erläuterte seine gegensätzliche
Meinung dazu anschliessend in seinem
Referat.
Die Aussagen der sehr fachlichen Vortrages von Roger
Fischer Kaywa AG über das kommerzielle
Potenzial von themengeführter Blogs,
wurde nicht von allen Tagungsteilnehmern,
trotz freundlicher
Aufmerksamkeit, geteilt.
Alles
in allem pilgerten über 400 Gäste ins World Trade Center, um
einander die Hände zu schütteln
und Networking zu betreiben oder aus den Referaten
etwas Neues und hoffentlich Nützliches zu erfahren.
Der jährlich stattfindende Anlass ist besonders nützlich
für Marketing und Marketing-Kommunikation
aller Branchen, für Entscheidungsträger und Kadermitglieder
aller Art - kurz: für alle, die wissen wollen,
was in der Schweizer Medienwirtschaft wirklich abgeht.
Power
Point Präsentationen aller Referenten:
Martin
Dumermuth, Dirketor Bakom
Roger
Fischer, CEO Kaywa AG
Tibère
Adler, CEO EDIPRESSE
Dr.
Beat Lauber, Leiter Regionalzeitungen NZZ-Gruppe
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Facts |
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Ort: |
Zürich,
World Trade Center |
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Datum: |
10.
Januar 2006 |
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Zeit / Dauer: |
9.30
Uhr bis 17.00 Uhr |
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Teilnehmer: |
400 |
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Referenten: |
Hanspeter
Lebrument, Moritz Wuttke, Martin Dumermuth, Heinz L.
Ruesch, Roger Fischer, Tibère Adler, Dr. Beat Lauber,
Jürg Marquard |
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Webseite: |
www.medieninstitut.ch |
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