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Die
Schweizer Medienbranche startete das neue Jahr mit
frischen Gedanken, neuen Erfahrungen und einem Blick in
die Zukunft, aber auch einer Reflexion der letzten
Monate. Welche Vorsätze und Prognosen wurden realisiert,
was sind die Erwartungen ans neue Jahr?
In der Medienwelt findet ein Strukturwandel statt. Die
klassischen Medien sind publizistisch und kommerziell
herausgefordert. Die Digitalisierung ermöglicht neue
Produktpaletten, redaktionelle Angebote, kommerzielle
Plattformen und verändert die Nutzungsgewohnheiten.
Nicht alles wird nachhaltig sich bewähren. Die Frage
ist: Was wird sich längerfristig durchsetzen und was
sind kurzfristig modische Erscheinungen? |
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Kurzinfo's |
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Event: |
Dreikönigstagung 2007 |
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Datum: |
9.
Januar
2007 |
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Ort: |
World
Trade Center,
Zürich |
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Veranstalter: |
Verband SCHWEIZER PRESSE |
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Besucher: |
Verleger, Redaktoren, Journalisten, ... |
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Referate: |
Hanspeter Lebrument, Theodor Gut, Thomas Trüb,
Oswald Sigg, Philippe Gendret, Claudia Mast,
Hanspeter Kellermüller und Benedikt Weibel. |
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Bilder: |
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Referate |
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Thema: Unabhängigkeit stärkt Rolle der Presse als vierte
Gewalt.
Die Schweizer Presse sollte sich laut Verlegerpräsident
Hanspeter Lebrument auf ihre Rolle als vierte Gewalt im
Staat besinnen. Dieser Status werde gefährdet, je mehr die
Presse für ihre Leistungen Gegenleistungen vom Staat
fordere. Zum Zeitpunkt, da das Postgesetz neu aufgelegt
werde und das Radio- und Fernsehgesetz (RTVG) in Kraft
trete, sollte die Presse ihre Rolle genau überdenken, sagte
Lebrument am Dienstag in Zürich anlässlich der
Dreikönigstagung des Verbandes Schweizer Presse.
Als vierte Gewalt im Staate bilde die Presse ein
Gegengewicht zu den institutionellen Gewalten: den
Regierungen, den Parlamenten und Gerichten. Diesen Status
hätten Fernsehen und Radio mit ihrer grossen Abhängigkeit
vom Staat nie geschafft. Lebrument warnte davor, die
Unabhängigkeit aufzugeben. Vor dem Hintergrund der Post- und
RTVG-Gesetzesrevisionen sei die Presse zum Lobbying
gezwungen.
Es dürfe jedoch nicht vergessen werden, dass Lobbying auf
dem politischen Parkett ein Gegengeschäft sei. Geld gegen
mildere Kritik, so laute die Formel. Das sage zwar niemand
laut, aber genauso laufe das Geschäft. Wer glaube, auf Zeit
und Ewigkeit würden keine Gegenleistungen von der Presse
gefordert, der irre.
Meinungen zur Presseförderung bei
Politikern gespalten
Die politische Bilanz des Lobbyings falle zwiespältig aus.
Die Meinungen der Politiker zur staatlichen Presseförderung
seien gespalten. Die Presse habe ihre Position als
eigenständige Kraft doch zu einem gewissen Teil verwirkt.
Mit dem Axel Springer Verlag, dem französischen Verleger
Hersant, Swisscom und Cablecom seien neue, gewichtige
Wettbewerber im Schweizer Medienmarkt aktiv. Sie
funktionierten ebenso wie Sonntags- und Gratiszeitungen ohne
staatliche Unterstützung.
In der Zeitungsverteilung hätten sich zahlreiche Verlage
dazu entschlossen, eigene Unternehmen oder Kooperationen mit
der Post aufzubauen. Diese rein marktwirtschaftlichen
Lösungen zeigten, dass ein gewichtiger Teil der Schweizer
Verlage dem Grundsatz hoher Unabhängigkeit nach wie vor
nachlege. Die Schweizer Wirtschaft stelle unter Beweis, dass
Demokratie und Marktwirtschaft Erfolgsfaktoren für ein Land
sein könnten, wenn sie rein und unabhängig voneinander
gelebt würden. Und in der Schweiz spiele die Presse eine
nach wie vor gewichtige Rolle.
Quelle:
www.persoenlich.com |
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Verleger und Werber vereinbaren Verhaltenskodex |
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Klarere
Abtrennung von redaktionellen Beiträgen.
Zeitungsredaktionen, Verleger und Werber haben sich auf
Verhaltensregeln im Umgang mit bezahlter Werbung geeinigt.
Das Ziel des Verhaltenskodexes ist es, Werbung und
redaktionelle Beiträge klarer voneinander zu trennen. Alle
Akteure stellen sich uneingeschränkt hinter das Prinzip der
vollen Transparenz, wie die Initianten anlässlich der
Dreikönigstagung des Verbandes Schweizer Presse bekannt
gaben. Für die Medienkonsumenten müsse klar erkennbar sein,
welche Inhalte redaktionell verantwortet und welche
kommerziell beeinflusst seien.
Würden die Formen in der Absicht vermischt, die
Medienkonsumenten zu täuschen, leide die Glaubwürdigkeit der
Redaktion, der Verleger und der Anzeigenkunden der Presse.
Die Empfehlungen sehen unter anderem vor, dass Anzeigen
durch ihre Gestaltung nicht den Eindruck erwecken dürfen,
sie seien redaktioneller Bestandteil des Mediums.
Insbesondere sei auf eine klare Unterscheidbarkeit der
Typographie zu achten. Jede Form von Sponsoring müsse klar
deklariert werden.
Den Kodex vereinbart haben die Konferenz der Chefredaktoren,
der Verband Schweizer Presse, Presse Suisse, Stampa Svizzera
sowie die BSW Leading Swiss Agencies, der Verband
Schweizerischer Werbe-Auftraggeber (SWA) und die Allianz
Schweizer Werbeagenturen (ASW).
Quelle:
www.persoenlich.com |
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Verleger
begrüssen Presseförderung |
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Auch
Journalisten für Bundesmittel für Zeitungstransport.
Der Bund soll die Presse weiterhin mit Beiträgen an die Post
fördern. Die Mehrheit der Verleger befürwortet die
Gesetzesvorlage. Einige bedauern aber, dass keine anderen
Anbieter neben der Post berücksichtigt werden.
Ohne Frühzustellung, welche die Post nicht gewährleisten
könne, sei es unmöglich, der Konkurrenz der elektronischen
Medien die Stirn zu bieten, teilte der Verband Schweizer
Presse in ihrer Antwort zur Vernehmlassung mit, die am
Dienstag zu Ende ging. Die elektronischen Medien würden
zudem von einem Teil der Radio- und Fernsehgebühren
profitieren. Diese Wahl verstärke folglich die Asymmetrie
zugunsten der audiovisuellen Medien, hiess es weiter.
Die Journalistengewerkschaft Impressum akzeptiert die
Gesetzesvorlage. Sie sei ausgewogen, sagte der
Generalsekretär Mathieu Fleury auf Anfrage. Die Gewerkschaft
befürworte insbesondere die Tatsache, dass die Vereinspresse
ohne Benachteiligung miteinbezogen werde. Auch der
Schweizerische Gewerbeverband (SGV), der Schweizerische
Verband für visuelle Kommunikation (Viscom) und der
Westschweizer Konsumentenschutz (FRC) unterstützen den
Vorschlag und erachten ihn als sinnvolle Reform des heutigen
Systems. Die Post ihrerseits ist "bereit, bei der neuen
Regelung mitzuarbeiten", teilte ihr Sprecher Laurent Widmer
knapp mit. Die Gesetzesvorlage soll in der Frühlingssession
im eidgenössischen Parlament behandelt werden.
Quelle:
www.persoenlich.com |
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Verleger sollen Einsitz im Presserat erhalten |
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Vorurteile von
Redaktionen ausgeräumt.
Die Verleger und die
Redaktionen sind sich im Streit um den Einsitz der Verleger
in den Schweizer Presserat näher gekommen. Vorurteile
konnten ausgeräumt werden. Das Ziel ist es, die Verleger
Anfang 2008 in den Presserat aufzunehmen.
"Es sieht gut aus", sagte Guido Blumer, der auf
Verlegerseite die Verhandlungen führt, am Dienstag auf
Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Seit November 2006 finde
eine vertiefte Diskussion über die strittigen Punkte
zwischen Verlegern und Redaktionen statt. Die Postionen
seien klar. Es herrsche ein Klima des gegenseitigen
Vertrauens. Am 31. Januar wollen die Parteien erneut
zusammensitzen. Weitere Treffen sind für Februar und März
geplant.
"Es zeichnet sich ab, dass man sich annähert", sagte Urs
Thalmann, Zentralsekretär des Journalistenverbandes
impressum. Die Gewerkschaften, die im Presserat vertreten
sind und noch im vorletzten Jahr den Einsatz der Verleger
abgelehnt haben, zeigen sich seit vergangenem Herbst für
Gespräche offen. Zwar vertrete man immer noch die gleiche
Position, sagte Thalmann weiter. Doch seit dem vergangenen
Quartal habe sich die Diskussion etwas differenziert.
Quelle:
www.persoenlich.com |
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