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"Event
Circle" 2006 |

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Event Trends: Einen Tag lang Zukunftsmusik
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Gegen die 100 Event-Profis aus der Schweizer Wirtschaft und aus führenden Event-Agenturen reisten
am
22. August ins Hotel Park Hyatt in Zürich, um den neusten Trends im Event-Bereich auf den Puls zu
fühlen. Ein ungewöhnliches und mit Überraschungen gespicktes Programm vermittelte eine
Zukunftsperspektive, die Event-Manager-Herzen höher schlagen lässt – in vielerlei Hinsicht.
Wie werden die Menschen von Morgen leben? Was werden sie essen, wie werden sie sich kleiden, wie
und wie viel werden sie arbeiten? Womit werden sie sich in ihrer Freizeit vergnügen? Welche Länder
werden wirtschaftlich den Ton angeben? Welche technologischen Neuerungen werden die Welt
verändern? – Themen, die letztlich alle auch Auswirkungen auf die Event-Industrie haben werden.
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Trendforscher berichtet von den Megatrends in Europa
Adjiedj Bakas, Inhaber von Dexter Communicatie in Amsterdam, ist in Europa wie auch den USA
bekannt als Trend-Guru und damit der ideale Ansprechpartner für solche Fragen. Die Ergebnisse seiner
Umfragen und Studien, die er soeben mit seinem Buch
"Megatrends Europe – The future of continent
and its impact on the world" veröffentlicht hat, führte er dem Event-Circle-Publikum höchst unterhaltsam
vor Augen: Sich die "Radio-Nachrichten von morgen" anzuhören regte die Phantasie an und ermöglichte
den Event Managern einen erfrischenden Zugang zum Thema
"Event Trends".
Mit den Fakten und Zahlen, mit denen Adjiedj Bakas seine Prognosen untermauerte, zog der
Trendforscher folgendes optimistisches Fazit: Die Event Manager von Morgen erwarten viele und grosse
Veränderungen – wenn sie aufmerksam und offen sind, jederzeit bereit, auf Neues zu reagieren, wird ihre
Arbeit weiterhin spannend, abwechslungsreich und gefragt sein.
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Events als Erlebnis-Plattform
Das Referat von Pius Sidler ging auf die neuen Formen der Informationsvermittlung in der
Eventkommunikation ein. Als Brand Experience Director von McKinivan Moos, Inc. stellt er immer
wieder
fest, dass die Konsumenten von heute packende Erlebnisse suchen. Und zwar nicht etwa nur in der
Freizeit, sondern auch bei Unternehmen, wenn diese über sich, ihre Marken, Produkte und
Dienstleistungen reden. Wie kann ihnen geboten werden, wonach sie verlangen? Pius Sidler ist
überzeugt, dass Bildwelten und Erzählmotive immer wichtiger werden und dass Events dafür die ideale
Plattform sind. Denn sie vermischen den künstlichen Charakter der Kommunikation mit der realen
Begegnung zwischen Kunden und Marken.
Um die Qualität zu erreichen, die für die beabsichtigte
Wirkung unabdingbar ist, wies er darauf hin, dass
sowohl die Botschaften als auch die Dramaturgie präzise herausgearbeitet werden müssen. Wie
entscheidend letztlich ihre Einbettung in die Gesamtkommunikation und die Kundenbeziehung ist, führte
Pius Sidler mit interessanten Beispielen aus der Zusammenarbeit mit UBS, Swisscom und Unaxis
vor
Augen.
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Isst das Auge auch morgen noch mit?
Event Catering war ein weiterer Aspekt, bei dem sich die Frage nach den Trends als hoch spannend
erwies. Jürg Landert, Inhaber von gastronomie. konzept. consulting ltd, bot mit seiner Präsentation
"Von
der Gulaschkanone zur Cuisine moléculaire – Möglichkeiten, Trends und Zukunft im Event Catering"
Einblick in eine utopische Ess-Landschaft. In der Cuisine moléculaire wird nach biochemischen und
physikalisch-chemischen Grundsätzen gekocht; so sind neue Formen und Farben, neue Strukturen,
Oberflächen oder Zusammensetzungen möglich. Kurz: auch hier geht’s ums Erlebnis.
Jürg Landert lieferte einen bunten Bilderreigen von Gerichten, bei denen Aromen verkapselt werden,
sensorische Erlebnisse im Zentrum stehen oder mit flüssigem Stickstoff gekocht und mit Wasser frittiert
wird. Zu diesem ungewöhnlichen Essen bilden Pipetten, Reagenzgläser oder Pinzetten das passende
Besteck.– Neben dem unterhaltsamen Anschauungsunterricht und wertvollen Empfehlungen dazu, was
"in & out" ist, waren auch Fragen Teil des Referates wie
"unter welchen Aspekten kann man sich
überhaupt mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen?" Bevorzugt man ein Essen mit gutem
Gewissen? Oder natürliches, biologisches und gesundes Essen? Will man vor allem die
Geschmacksrevolution im Mund erleben? Oder zählen Produkte mit authentischem Charakter? Geht es
um Foodkonzepte wider das Übergewicht? Oder um Massgeschneidertes für
"Mobilesser"?– Eines ist
sicher: die Zukunft bringt es auf den Teller.
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Jeder sein eigener Trendforscher
Reto Wüthrich, Journalist und Geschäftsführer der PEPPER Informationsagentur hat sich in jeder seiner
Tätigkeiten für Trends interessiert. Ob als Programmleiter bei Radio EXTRA BERN, als Leiter der
Abteilung für Jugend- und Popkultur beim Migros-Kulturprozent oder als Redaktor und Produzent bei der
Jugendbeilage ERNST des
"Tages-Anzeiger" – immer galt es im Dickicht verschiedenster Strömungen
zu erkennen, was eigentlich einen Trend ausmacht.
Reto Wüthrich plädierte mit seinem Referat "Liegen
Trends im Trend?" dafür, sich eine gesunde Skepsis
so genannten Trends gegenüber zuzulegen und sich auf das eigene Einschätzungsvermögen zu
verlassen. Zudem gab er Einblick in seine eigene Vorgehensweise beim Aufspüren
"echter" Trends und
lieferte seine "Hot links", die ihm als Prüfsteine
dienen, wenn es darum geht, wirkliche Trends frühzeitig
zu erkennen und für sich zu nutzen.
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Die Kunden kommen auch von der Venus
Diana Jaffé, Geschäftsführerin der BLUESTONE AG in Berlin, und Autorin des Buches
"Der Kunde ist
weiblich" setzte den Schlusspunkt des Event Circles mit einem Aspekt, dem in Zukunft mit Sicherheit
noch grössere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Sie ist Spezialistin für
"Gender Marketing", dem
Marketing-Prinzip also, das auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von weiblichen und männlichen
Verbrauchern eingeht. Dass Unterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen, was ihre
Fähigkeiten, Wünsche, Lebensgestaltungen, ihren Umgang mit technischen Produkten, Alltagsgütern,
ihrem Kauf- und Kommunikationsverhalten betrifft, ist heute unbestritten.
Doch die Geschlechterrollen verändern sich weiterhin – das war jedem und jeder spätestens nach Adjiedj
Bakas’ Referat klar. Deshalb macht eine gesonderte Betrachtung von Frauen und Männern als Nutzer
und Käufer grossen Sinn. Diana Jaffé wies anhand vieler, teils überraschender Erhebungsresultate auf
den besonderen "Gästefaktor beim Event" hin. Sie behauptet:
"Die Unterschiedlichkeit von Frauen und
Männern äussert sich sowohl in ihren Rollen als Konsument, als auch in ihren Erwartungen an eine
Veranstaltung", und stellt in Aussicht: "Wer die Unterschiede kennt, kann den Effekt seiner
Veranstaltung maximieren."
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Facts |
| Ort: |
Hotel
Park Hyatt, Zürich |
| Datum: |
22.
August 2006 |
| Teilnehmer: |
100 |
| Nächster
Event: |
21.
November 2006, "Events und Technik" |
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Webseite: |
http://www.eventcircle.ch |
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