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Marketing Focus Zentralschweiz
 
                    
 
 Trends in der Werbung!?
                  
                  


 Ohne kreative Werbung geht nichts (mehr)? Ist personalisierte Werbung wirklich so persönlich? 
 Markenaufbau dank Werbung? Was machen die Printmedien in Zukunft? Wie umgehen mit immer 
 werbefeindlicheren Rahmenbedingungen? Auf diese Fragen wurden beim Marketing Focus in Luzern von 
 den Referenten Antworten gegeben.


   

 Frank Bodin, Chairman & CEO EuroRSCCG-Gruppe Schweiz

  
 

"Besser werben. Besser werden."

Wenn immer mehr Werbung von immer mehr Menschen als Belästigung empfunden wird, dann muss sich das Marketing was einfallen lassen: Einfälle eben, Fantasie und Intuition. 

Die Welt ändert sich, so auch die Werbewelt.

Das Business ändert sich:
Neue Technologien, neue Geschäftsmodelle, neue Organisationsstrukturen, neue Distributionswege, neue Industrien, neue Konkurrenten.

Die Kommunikation ändert sich:
TIVO ( Black Box um Werbung auszublenden), in den 80ern erhielt man durchschnittlich 650 Botschaften pro Tag, jetzt über 4000. 67% aller U.S.-Konsumenten werden durch Mund-zu-Mund-Propaganda beeinflusst.

Die Menschen ändern sich:
Menschen werden älter und bleiben laut Bodin länger jünger. Marken werden je länger je mehr Ausdruck des eigenen Ichs: Der Kunde von morgen muss Leidenschaft verspüren, um sich mit einer Marke identifizieren zu können. Die Informationsflut ist grösser als die Möglichkeit Inhalte zu verarbeiten.

Rund 3000 Werbebotschaften prasseln täglich auf uns ein. Jedoch stören sich 82% der Menschen an der TV-Werbung und 19% zappen bei den Werbeunterbrechungen konsequent weg. Deshalb muss sich die Werbung und das Marketing ändern um den Menschen wieder mit Werbung Freude zu bereiten. 

Mit einigen kreativen Plakaten zeigte Bodin die Hoffungungsschimmer in der Werbewelt auf. Diese finden Sie in seinem ausführlichen Referat

Laut Bodin braucht es nicht mehr die Idee, sondern die Ideen:

Business-Idee
+Marketing-Idee
+ Design-Idee
+ Community-Idee
+ Distributions-Idee
+ Media-Idee
+ Werbe-Idee
= Marken-Idee


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  Andri Färber, Geschäftsleiter Orell Füssli, Wirtschaftsinformationen AG 
  
 

"Permission Marketing"

Viele Neue Begriffe im Marketing entstehen Tag für Tag, da ist es nicht leicht den Durchblick zu bewahren. Zu diesen neuen Begriffen zählt laut Färber auch Permisson Marketing. Um ein wenig genauer zu verstehen, was Permission Marketing eigentlich ist, definierte Färber zuerst den Begriff:

Eine auf dem Einverständnis des Empfängers basierende Direktmarketingstrategie die darauf abziehlt, mit personalisierten Angeboten Kundenbeziehungen nachhaltiger zu machen. Mit interaktiven Kommunikationstechnologien - vorwiegend E-Mail - werden Nachrichten versand, die ausdrücklich erwünscht sind; die Erlaubnis kann jederzeit widerrufen werden. Ziel ist es, Wissen über den Empfänger zu sammeln.

Das "Gewusst wie" spielt eine grosse Rolle, denn:
- Jeder kennt Spam, und auch Pishing (Entlocken von persönlichen Daten) wird immer bekannter.
- Unaufgeforderte Massenwerbung per E-Mail ist in manchen Ländern illegal.
- Täglicher Informations-Overkill lässt uns abstumpfen.

Die Empfänger schützen sich zunehmends:
- Robinsonlisten
- Spam-Filter
- Elektronische Werbefilter und PopUp-Blocker
- Virenschutzprogramme

Zwei wichtige Begriffe des Permission Marketings sind:

Opt-In: Die Zustellung von E-Mail-Werbung ist nur nach vorheriger Einwilligung der Adressdaten zulässig.

Opt-Out: Möglichkeit für den Empfänger einer Nachricht, dem Absender mitzuteilen, dass keine weiteren Sendungen erwünscht seien und de betreffende Adresse aus dessen Sammlung zu entfernen sei.

Zusammenfassung: 
Permission Marketing ist ein wichtiger Trend oder fast eher eine Rahmenbedingung; die Hauptregeln können mit vertretbarem Aufwand umgesetzt werden. Anbieter müssen Kundendaten sorgfältiger bewirtschaften und besser kombinieren / auswerten. Der Kunde wird mündiger, er wünscht und erhält Zugriff auf seine Profildaten.

Präsentation von Andri Färber


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  Dr. Adrienne Schäfer, Leitung Master of Advanced Studies in Services Marketing and Management 
 
 
  

"Effizienter Markenaufbau"

Einsatz und Rolle der Werbung für den Aufbau von Marken: Neue Tendenzen und Entwicklungen.

Das Ziel ist es wieder näher zum Menschen zu gelangen, den Menschen nicht nur als Konsument zu bezeichnen. Zum Ende der 90iger Jahre herrschte eine extreme Produktzunahme, auch jetzt herrscht noch eine rege Zunahme der Bildkommunikation. Die Unterschiede der einzelnen Kampagnen zeigen keine starken Differenzen mehr. Beispiel Kosmetik  gleiches Layout, milde Farben, schöne Frauen, etc.


Die Zahl der hybriden Zielgruppen nimmt nach Schäfer zu: Von der Demografie zur Psychografie. Früher liessen sich die Zielgruppen nach Alter, Geschlecht, Beruf, Wohnort, Bildung etc. unterteilen. Heute hingegen gibt es kein Schema mehr. Heute gibt es für jeden Typ ein massgeschneidertes Produkt. Interessen, Lifestyle, Emotionen und Wertvorstellungen helfen zur Unterteilung.

Kommunikation wird nur oberflächlich wahrgenommen, bei einer Printanzeige sind es 2-3 Sekunden Informationsinteresse und bei einem Direct Mail 6-8 Sekunden. Das Informationsinteresse geht allgemein zurück und die Mehrzahl der Kommunikationsbotschaften wird nicht wahrgenommen (98%).

Wie können wir nun diese 2% der Markenbotschaften erhöhen? 
Die Werte hinter einer Marke müssen gesteigert werden. Beispiel Evian: Frisch und rein, klar, natürlich und gesund, qualitativ hochwertig etc.

Integrierte Kommunikation ist darauf ausgerichtet, aus denn differenzierten Quellen der internen und externen Kommunikation eine Einheit herzustellen, und ein für dir Ziel- und Bezugsgruppen ein konsistentes Erscheinungsbild zu vermitteln.


Power Point Präsentation von Adrienne Schäfer


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  Otto Meier, Generaldirektor PUBLIPresse 
 
 
  

"Lesen ist Lifestyle"

Noch nie wurde so viel gelesen wie heute. Leser sind auch Konsumenten und Konsumentinnen. Wo Konsumenten sind, da will auch die Werbung hin. Print bleibt die Nummer 1.

Das Printmedienangebot in der Schweiz übertrifft alle Länderangebote:

Tagespresse: 105
Regionale Wochenpresse: 334
Sonntagspresse: 6
Publikumspresse: 45
Finanz-/ und Wirtschaftspresse: 22
Spezialpresse: 1121
Fachpresse: 1021

Total: 2654 Printmedienangebote

Das geschriebene Wort steht im Zentrum denn Worte tragen Kommunikation: Bücher, Filmtitel, World Wide Web, Schilder, Plakate, Zeitungen, E-Mail, Briefe, Zeitschriften...

38.8% lesen mindestens 2x wöchentlich in Büchern. Der Bücherumsatz in der Schweiz beläuft sich auf 800 Mio. CHF. Auch die Jungen lesen mehr denn je, dank der Pendlerzeitung "20minuten" stieg der Lesekonsum im Jahre 2005 auf 87%.

Somit ist auch klar, warum zwei Drittel der Werbeausgaben in der Schweiz in Printmedien investiert werden.

Trends:
- Das Mediaangebot steigt, damit wächst auch die Medianutzung.
- Worte und Texte sagen mehr als 1000 Bilder.
- Lesen bleibt die häufigste media- und Freizeitbeschäftigung.
- Pendler- und Sonntagszeitungen als Lese- und Werbemedien weiter im Aufwind.
- Zeitungen und Zeitschriften erwiesen sich als einziges Massenmedium.


Präsentation von Otto Meier


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  Facts
  Ort: Luzern, Grand Casino
  Datum: 2. Mai 2006
  Zeit / Dauer: 15.00 Uhr - 19.00 Uhr
  Teilnehmer: ca. 100
  Referenten: Frank Bodin, Andri Färber, Dr. Adrienne Schäfer, Otto Meier, Carlo Schmid-Sutter
  Webseite: http://www.marketingfocus.ch
  Vormerken: Nächster Focus 27.4.2007