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KMU Swiss Event Forum 2006

 Forum 2006: Expansion - Grenzbereiche und Grenzerfahrungen
                 


 Ist Expansion in gesättigten Märkten möglich? Wie kann Wachstum finanziert werden und gibt es  
 Grenzen? Wo sind Chancen/Risiken bei Wachstumstrategien? Fragen über Fragen! - Ein  
 Unternehmen kann expandieren durch Innovation, Optimierung, Übernahmen und Fusionen. Dies kann 
 lokal, regional, national, international oder global geschehen. - Aber ganz am Anfang steht der Wille 
 respektive die Vision. Dies alles waren die Thematiken am diesjährigen 4. KMU SWISS EVENT Forum in
 Baden.


   

 Hans-Peter Bolliger, CEO & Partner Micro Mobility Systems

 
"Mit pragmatischem Ansatz zu weltweitem Erfolg mit dem Micro Scooter"

Die Idee war geboren, die Umsetzung rasanter als geplant, und trotzdem konnte diese trotz vielen Gefahren und Herausforderungen erfolgreich und weltweit umgesetzt werden. Wichtig war laut Bolliger das Mass zwischen Wachstum und Konsolidierung. 

Bolliger behauptete nicht, dass sie das Trottinett erfunden haben, denn dieses wurde im Jahre 1895 zum ersten Mal in der Öffentlichkeit genutzt. Micro Mobility habe das Produkt 1996 einem Relaunch unterzogen, mit der Grundversion der "Micro Mobilität auf der letzten Meile".

Wim Ouboter, der Erfinder des Micro Scooters, war dazumal im Zürcher Seefeld wohnhaft und genoss wöchentlich einmal die berühmte „Zürcher Bratwurst“ im Sternengrill am Bellevue. Da die Distanz von der Wohnung zum Grill mit dem Auto zu kurz war und mit dem Fahrrad zu umständlich, kam er auf die Idee, ein Fahrzeug zu entwickeln, das leicht, einfach fahrbar und zusammenklappbar ist, der Micro Scooter war geboren…als Zusatz sollte das Gerät in einer Migros-Tragtasche Platz haben, daher faltbar…

Das damalige Swatchmobil (Smart) kam gerade rechtzeitig. Smart hatte zum Ziel 40'000 Smart in den nächsten Jahren weltweit zu verkaufen und war bereit, in jedem Smart einen Scooter zu deponieren, damit das Mobilitätskonzept von Smart noch weiter unterstützt werden kann.

Nach anfänglichen Versuchen, den Micro Scooter in der Schweiz zu produzieren, musste Bolliger feststellen, dass dies eine sehr, sehr lange Anlaufszeit, sowie enorm hohe Investitionen erfordern würde (fixe Abnahmemengen). So entschlossen Sie sich, Ihr Glück in den USA - aufgrund von guten Geschäftsbeziehungen - zu versuchen. Mit wenig Erfolg zogen wir weiter nach Osteuropa und landeten schliesslich in Asien. 

Bolligers Fabrik hatte Anfangs 2000 rund 500 Angestellte, Ende 2000 knapp 9'500 Angestellte, die ausschliesslich Micro Scooter produzierten. Das Ziel war es, über Jahre rund 40'000 Scooter für Smart zu produzieren, in der Boom Zeit produzierten wir rund 80'000 Scooter pro Tag. Jeder - ausnahmslos jeder - Bolligers 78 Distributoren in der 80 Ländern ist mit dem Micro Scooter Millionär geworden…

Bolligers Rezept zum Erfolg: Klein aber fein - Der Wille, Ideen umzusetzen muss vorhanden sein.

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 Martin Betschart, Kommunikationstrainer

 
"Handeln statt jammern - agieren statt reagieren"


Nur gerade 20% wollen zur Arbeit, 80% müssen. Wollen Sie zur Arbeit oder müssen Sie? Mit dieser Frage eröffnete der Kommunikationstrainer seinen interessanten Vortrag. Was machen überdurchschnittlich erfolgreiche Menschen anders? Das Dreieck zwischen Beruf, Gesundheit und Privatem stimmt. Denn wenn zum Beispiel die Beziehung mit dem Partner nicht stimmt, wirkt sich das auf das Berufliche aus. Und wenn die Berufliche Karriere nicht stimmt, macht uns das krank. Und wieder schliesst sich das "Erfolgsdreieck".

Beklagen Sie sich nicht über Ihre Schwächen, sondern besinnen Sie sich auf Ihre Stärken!

Betschart`s drei Schlüssel zum Erfolg:
Entscheidungsfähigkeit: Denn wer nicht handelt - wird behandelt.
Umfeld / Team: Denn Besserwisser sind Schlechtermacher.
Persönliche Weiterentwicklung: Denn Übung macht den Meister - überflüssig.

Power Point Präsentation

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 Dr.Thomas Borer, Unternehmer

 
"Grenzen überwinden - global wachsen: Die Schweiz als Tor zur Welt."


Borers Referat zeigte auf, welche Chancen sich für KMU im Ausland auftun, wie in neue Märkte expandiert, was aber auch bei der Vorbereitung und Umsetzung der Wachstumsstrategie zu beachten ist. Schwerpunkte bildeten Best Practice-Tipps, welche Strategien erfolgreich, welche Partner hilfreich und welche Bereiche möglicherweise risikoreich sind.

Laut Borer ist es die erste Grundlage eine stabile Grundlage zu Hause zu haben bevor man den ersten Schritt ins Ausland wagt. Jedoch biete der Schritt ins Ausland weitläufige Möglichkeiten für den Mittelstand. Es sollte nur schrittweise expandiert werden und man sollte professionelle Beratung hinzuziehen. 

Die Schweiz als Tor zur Welt. Die Schweiz sei einer sichere Basis und Drehscheibe für eine globale Strategie. Denn in der Schweiz herrscht eine demokratische Stabilität, Qualität des Bildungssystems, Beherrschung moderner Technologien, sachgerechter Wissenseinsatz.


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 Weitere Referate finden Sie hier:


 

Nationalrat Peter Weigelt
"Mehr KMU - weniger Staat"

Prof. Dr. Aymo Brunetti
"Was hemmt die Expansion der Schweizer Volkswirtschaft?"

Christian Hunziker
"Starkes Team als Expansionstreiber"


Richard Schwab
"Wachstum in gesättigten Märkten"

Dr. Pascal Lütolf
"Expansion durch Innovations-Leadership"

Rolf Sonderegger
"Nummer eins werden und langfristig bleiben durch Innovation und Kundennähe"
 

  Fazit

 Am diesjährige Forum, welches bereits zum 4. Mal in Baden statt fand, waren Vertreter der Botschaften  
 aus verschiedensten Ländern (Südafrika, England, Deutschland etc.) zu Gast. Unter anderem haben 
 Nationalrat Peter Weigelt über seine Erfahrungen zu "mehr KMU - weniger Staat" und Dr. Thomas
 Borer unter dem Titel "die Schweiz als Tor zur Welt" über globales Wachstum gesprochen.

 Das Forum wurde am späteren Nachmittag mit einem Podiumsgespräch  unter der Leitung 
 von Hugo Bigi abgeschlossen, an dem CEO's und Kaderpersonen namhafter Schweizer Unternehmen
 wie u.a. Bico AG, Mineralquelle Gontenbach AG, Finnova AG teilnahmen. Abschliessend konnte man  
 beim Apéro und der musikalischen Unterhaltung von Marc Sway Informationen austauschen.

 Interessanter Anlass, der von Jahr zu Jahr bekannter und beliebter wird.


  Facts
  Ort: Trafohalle Baden
  Datum: 18. Mai 2006
  Zeit / Dauer: 09.00 Uhr - 18.00 Uhr
  Teilnehmer: ca. 500
  Referenten: Peter Weigelt, Prof. Dr. Aymo Brunetti, Christian Hunziker, Hans-Peter Bolliger, Martin Betschart, Richard Schwab, Dr. Pascal Lütolf, Dr. Thomas Borer, Rolf Sonderegger 
  Nächstes Forum: 26. April 2007 
  Webseite: http://www.kmuswiss.ch