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Schweizer Marketing Forum: POS-Power

 
 POS-Power 2006 / Neuromarketing
                          


 
 Mehr Power am POS (POS-Report 2006)

 Neuromarketing in en vogue. Jeder möchte den Beipackzettel seiner Kunden kennen. Wie man  
 Packungen, Sortimente und Verkaufsflächen gehirngerecht gestaltet oder warum wir uns so unbewusst
 leiten lassen, erfuhr man am Schweizer Marketing Forum 2006 in Pfäffikon SZ.
 


   

 Marco Fuhrer

 
Mehr Power am POS

Marco Fuhrer fasste die Ergebnisse der POS-Report Studie 2006 kurz zusammen.

63% der Befragten waren Hersteller, 21% kamen aus dem Handel und 16% aus anderen Bereichen. Davon 63% aus dem Food-Bereich.

Im Allgemeinen hat es keine wesentlichen Veränderungen gegeben in den vergangnen beiden Jahren im Bereich der Kooperationsfelder. Die Industrie empfindet die aktuelle Entwicklung jedoch tendenziell negativer. Das gegenseitige Vertrauen ist im verschärften Wettbewerb etwas verloren gegangen. Es gilt also primär Vertrauen zu schaffen, denn der Erfolg am POS führt über partnerschaftliche Kooperationen zwischen Handel und Industrie.

Entwicklung des Marketingbudgets
Der POS, dort wo Angebot und Nachfrage aufeinander treffen, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Schon heute investiert die Industrie 52% des gesamten Marketingbudgets in POS-Aktivitäten. Dieser Anteil wird weiter steigen, denn der Handel entwickelt ständig neue Trade Marketing-Tools. Ziel dieser Anstrengungen: Umsatz steigern, Kooperationen fördern und zusätzliche Einnahmen generieren.

Einschätzung der Situation am POS
Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Handel und Industrie sind deutlich, aber auch erklärbar. Kern des Anstosses ist in den meisten Fällen die Diskussion über die Margen. Wer streicht hohe Margen ein und ist somit mitverantwortlich für die im europäischen Vergleich hohen Konsumentenpreise? 

Wahrscheinlichste Szenarien der nächsten Jahre
Der künftige Erfolg liegt in wertorientierten Produkten sowie in Formaten und komplexen Warenwelten mit massgeschneiderter Kommunikation. Wem es gelingt, dem Kunden Qualität verbunden mit einem positiven Erlebnis zu verkaufen, der wird auch in Zukunft zu den Gewinnern gehören.


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 Dr. Hans-Georg Häusel, Gruppe Nymphenburg

 
Mehr Power am POS mit Neuromarketing

Was steuert uns eigentlich? 70-80% sind unbewusste Handlungen. Die frei Emotionsprogramme Dominanz, Stimulanz und Balance sind die Motive unseres Gehirns. Doch wie kommt es, dass uns unsere Emotionen führen? Ohne Emotionen treffen wir überhaupt keine Entscheidungen. Jede Entscheidung hat ein Ziel und jedes Ziel ist eine Emotion. Alles was keine Emotionen auslöst, ist für unser Gehirn wertlos.

Der erste Eindruck zählt.
Unser Gehirn sucht sich immer Ankerpunkte: nur noch 30 CHF statt 70 CHF. Dieser Vergleich lässt uns kaufen. Früchte und Gemüse stehen deshalb auch immer am Anfang eines Supermarktes. Die vielen bunten und frischen Farben wecken das Frischeerlebnis des Kunden, der Stress einzukaufen verschwindet mit den bunten Farben.

Das Gehirn hasst Chaos
Der angenehme Duft, das perfekte Licht und das passende Ambiente verursachen die 10-fache Wirkung wenn alle Reize des Kunden zusammen angeregt werden. Jedoch muss Ordnung herrschen. Produkte, welche auf Augenhöhe im Regal stehen müssen bereits emotionalen Wert besitzen, wie Nivea zum Beispiel. Auf Augenhöhe mit neuen Produkten vernichtet, laut Häusel, den Umsatz.

Die Kasse muss zu einem Erlebnis werden. Das menschliche Gesicht ist das wichtigste, deshalb sollte das Verkaufspersonal sehr gut ausgebildet sein und auf keinen Fall durch Maschinen ersetzt werden.


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 Andreas Kosanke, immo suisse

 
Mehr Power am POS trotz sinkender Flächenproduktivitat?


Ist die Schweiz overstored oder hat es noch Platz für Lidl & Co.? Mit dieser Frage eröffnete Kosanke sein Referat. Für Ihn ist die Schweiz overstored, aber Platz sei jedoch noch vorhanden. Die Hard-Discounter werden sich ihren Platz in der Schweiz suchen und auch finden. Aldi hat zur Zeit 16 Filialen, Lidl wird wahrscheinlich im Jahre 2008 kommen.

Wer wird von dieser Expansion profitieren? 
Generell die Konsumenten des 21. Jahrhunderts die "Smart Shopper": dynamisch, sprunghaft und lässt sich keinem Schema zuordnen. Der Kunde wünscht Qualität und Service , dies in bester Qualität und zum günstigen Preis. Dieses Bewusstsein wird durch den Markteintritt der Discounter geschürt.

Die Hersteller bekommen neue Absatzkanäle und die Innovationen bei Markenartikelherstellern wird zunehmen. Jedoch werden die Plagiate in den Läden zunehmen. Synergien und Kooperationen sind mit dem Handel möglich.


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  Facts
  Ort: Seedamm Plaza Pfäffikon SZ
  Datum: 6. Juli 2006
  Zeit / Dauer: 08.00 Uhr - 15.00 Uhr
  Teilnehmer: ca. 150
  Referenten: Marco Fuhrer, Dr. Hans-Georg Häusel, Pierre-André Steim, Marcel Ducceschi, Christoph Birchler, Martin Hotz, Andreas Kosanke, Hannes Bichsel, Thomas Hochreutener
  Nächstes Forum: 5. September 2006, Euro 2008  
  Webseite: http://www.marketing-forum.ch