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Zürcher
Marketing Forum |
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Karriere im Marketing?
«Lust
oder Frust - die künftigen Aufgaben und Anforderungen»
Auch
im Marketing ist nichts mehr so wie noch vor einigen Jahren.
Produkte werden
differenzierter
und deren Lebenszyklen kürzer. Das wirkt sich offensichtlich
stimulierend auf
das Interesse an einer Karriere in Marketing und Verkauf
aus, das nach wie vor hoch ist.
Doch
wie sehen diese Anforderungen aus? Welche Kompetenzen und
Qualifikationen verlangt
die Praxis? Welche Ausbildungsmöglichkeiten bietet sich
dem Nachwuchs? Wie können sich
bestandene Marketer dem
konstanten Wandel anpassen?
Dies waren die Themen
des 12. Zürcher Marketing Forums 2005.
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Im Vorfeld der Tagung wurde online die Frage gestellt:
Haben sich Ihre Erwartungen, welche Sie an
Ihren Beruf im Bereich Marketing hatten, bestätigt? Mit
dem mehrheitlich positiven Ergebnis von 48.4%
Ja Stimmen, 48.4%
teilweise und 3.2% Nein Stimmen wurde die Veranstaltung
eröffnet.
Das Podiumsgespräch wurde auf den Zahlen der Studie zum
Thema "Karriere im Marketing -
Anforderungen und
Aufgaben" von Swiss Marketing SMC aufgebaut. Dr.
Peter Petrin stellte einige
Zahlen und Fakten vor. 581 Unternehmen wurden befragt,
rund 511 nahmen an der Befragung teil.
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Mireille Troesch-Jacot, Leiterin Zentrum für Marketing
Management, School of Management
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Mireille Troesch-Jacot ist Dozentin für
Marketing und Leiterin des Zentrums für Marketing Management
(ZMM) an der ZHW-School of Management in Winterthur. Sie
moderierte am Zürcher Marketing Forum das Podiumsgespräch.
Was bedeutet Karriere? Lust und Frust im Bereich Marketing,
was heisst das konkret?
Nicht nur der berufliche Erfolg zählt, auch der persönliche
Erfolg ist genau so wichtig. Denn wer privat unzufrieden ist,
spiegelt das auch auf den Beruf über.
Frust bedeutet, dass die interne Kommunikation eher wenig
beachtet wird. Obwohl die Kunden zufrieden sind, sind es die
Mitarbeiter nicht. Hier herrscht noch grosses
Verbesserungspotenzial. Doch Frust wird auch dadurch erzeugt,
dass nur die Finanzen dominieren, das Persönliche kommt
meistens zu kurz.
Jedoch weist der Bereich Marketing auch Lust auf. Denn die
Tätigkeiten im Marketing sind sehr vielseitig, weil viel mit
Menschen zusammen gearbeitet wird, und was ist schon facettenreicher
als ein Mensch? Langweilig wird es auch , denn es kann kein Konzept
"schubladisiert" werden, es muss immer neu
angefangen werden. Hohe Anforderungen zwingen förmlich zu
Weiterentwicklungen, doch wem schadet Fortschritt?
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Timm Degenhardt, Vice President Marketing und Kommunikation
Orange Communications SA
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Timm Degenhardt ist seit Februar 2004
bei Orange Schweiz und führt als Mitglied der Geschäftsleitung
den Bereich Marketing und Kommunikation.
Für Ihn bedeutet Karriere nicht unbedingt ein Schritt
vorwärts, sondern es kann auch ein Seitwärtsschritt sein.
Eine neue Herausforderung, eine neue Aufgabe, immer noch mehr
dazu zu lernen.
Timm Degenhardt möchte den Neueinsteigern den Weg
vereinfachen, in dem er ihnen eine Chance gibt,
Erfahrungen on the Job zusammeln. Soziale Kompetenz und
Lernfähigkeit steht dabei im Vordergrund. Unter Sozialer
Kompetenz versteht er an erster Stelle die Freundlichkeit
der Person.
Sein
Tipp um die Karriere zu fördern: Sich auch eine Auszeit
nehmen um danach wieder 100% hinter einer Entscheidung zu
stehen.
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Dr. Stephan Feige, Geschäftsführer htp St. Gallen
Managementberatung
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Stephan Feige ist seit 1999 Geschäftsführer
der htp St. Gallen Managementberatung. Seine
Arbeitsschwerpunkte sind Branding, Wachstumsstrategien,
Strategisches Marketing und Kundenzufriedenheit. Feige ist
Autor zahlreicher Fachbeiträge zur Markenstrategie,
Markenstrategie und Marketingeffizienz. Nach einer kaufmännischen
Ausbildung arbeitete er als stellvertretender Leiter der
Werbeabteilung einer Lebensmittel-Detailhandelskette in
Berlin.
Die Schweiz legt seiner Meinung nach viel Wert auf fachliche
Bildung, somit fällt es Quereinsteigern relativ schwer sich
im Bereich Marketing zu etablieren. Für Stephan Feige ist es
wichtig, dass seine Mitarbeiter auch mit einem Kunden umgehen
können. Jedoch möchte er auch Lust haben, seinen Mitarbeiter
auch nach der Arbeit noch 3 Minuten zu sehen.
Seiner Meinung nach fördert Engagement und die Fähigkeit
klar denken zu können die Karriere massgebend.
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Dr. Peter Petrin, Direktor SIB, Präsident ZMF
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Das Schweizerische Institut für
Betriebsökonomie SIB ist seit 1963 die führende Adresse für
Kader- und betriebswirtschaftliche Fachausbildung.
Seine seit je her enge Verbindung zum KV Schweiz mit seinen
60'000 Mitgliedern ist Garant dafür, dass das SIB mit den
Bildungsbedürfnissen und Karrierevorstellungen von
Kaufleuten bestens vertraut ist.
Diese
Kenntnis, seine langjährige Tradition und das
bildungspolitische Engagement versetzen es in die Lage, im
Unterricht das Management-Wissen und -know-how zu
vermitteln, das auch noch übermorgen gefragt sein wird.
Dr. Peter Petrin zeigte einige
Beispiele aus der aktuellen Studie auf.
Der
perfekte Marketing-Mensch ist männlich (79%), Schweizer
Bürger (91%) und hat ein Durchschnitts-Alter von rund 43.5
Jahren.
Die ausführliche Studie kann bei Swiss Marketing SMC gegen
eine Gebühr von CHF 25.- bezogen
werden.
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Guido Schilling, Managing Partner Guido Schilling AG
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Die Guido Schilling AG konzentriert sich auf die Stufe Geschäftsleitung,
CEO und Verwaltungsrat.
Guido Schilling bringt seine
umfangreichen beruflichen Erfahrungen auch in die Aus- und
Weiterbildung ein. Während zehn Jahren war er als Dozent für
Marketing tätig.
Jeder hofft, dass der nächste Schritt einfacher wird als der
letzte. Doch dies entspricht nicht der Realität. Denn der
Schweiz fehlt seiner Meinung nach die Marketing Topleute, denn
1/3 der Mitarbeiter werde europäisch gesucht. Somit hat die
Schweiz keinen leichten Stand. Um dies zu ändern müssen wir
Sprachen beherrschen um trotzdem damit leben zu können.
Für
Ihn fördert Flexibilität die Karriere und rät dass man sich
nicht an Arbeitsorte oder Arbeitszeiten klammern sollte. Es
ist schwerer ein Luzerner nach Zürich zu bringen, als ein
Engländer in die Schweiz.
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Fazit
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Mirelle Troesch-Jacot beschrieb den Begriff Karriere mit
folgender Geschichte:
In der Spitze
eines Baumes sitzt ein Rabe. Er lässt seinen Blick über das
Land schweifen, ruht sich aus
und tut nichts.
Da kommt ein kleiner Hase
gehoppelt, sieht den Raben und denkt: "Der hat es schön.
Darf ich mich
auch hinsetzen?",
fragt er den Raben. " Klar", brummt dieser,
"jeder kann das." Der Hase setzt sich,
blickt in die Landschaft und tut nichts. Bis ein Fuchs
kommt und ihn auffrisst.
Und die
Moral von der Geschichte? Man muss weit oben sitzen, um nichts
tun zu können.
Interessantes Podiumsgespräch, mit Tipps,
Ausbildungsmöglichkeiten für Neueinsteiger und solche die
es noch werden wollen. Beweis, anhand der
Podiumsteilnehmer, dass ein Karriere Schritt nicht immer
zwingend vorwärts gehen muss, sondern auch sogenannte
Side-Steps zu Erfolg führen können.
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Facts |
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Ort: |
Zürich,
Maag Music Hall |
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Datum: |
14.
November 2005 |
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Zeit / Dauer: |
17.30
Uhr bis ca. 21.00 Uhr |
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Teilnehmer: |
350 |
Podiums-
teilnehmer: |
Timm
Degenhardt, Dr. Stephan Feige, Dr. Peter Petrin, Guido
Schilling |
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Webseite: |
www.zmf.ch |
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Ausblick 2006 |
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nächster Termin: |
8.
Mai 2006, Thema: Marketing Innovationen |
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