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Eine gute
Vorbereitung macht schon die halbe Prüfung aus. Nervenkitzel
ist manchmal erwünscht, zum Beispiel bei einem Film oder
einem spannenden Buch. Bei Prüfungen kann man sich (durch
mangelnde Vorbereitung) auch Nervenkitzel verschaffen. Wir
empfehlen dringend, den Prüfungs-Nervenkitzel möglichst zu
vermeiden. Wie Sie dazu vorgehen können, erklären wir in
dieser Checkliste. |
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1. An der
Prüfung selbst |
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Beruhige dich vor der Prüfung!
--> Du brauchst keine Angst zu haben. Was du weisst,
das weisst du, und den Rest halt eben nicht.
--> Dass du etwas nicht mehr weisst, kann passieren.
Niemand macht dir einen Vorwurf, wenn etwas falsch
herauskommt. Aus Fehlern lernst du. Zum Lernen bist
du ja in der Schule. |
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Es gibt überall Personen, die vor
Prüfungen hysterisch werden und versuchen, alle
anderen mit ihrem nervösen Getue anzustecken und den
anderen Angst zu machen. Gehe solche Personen vor
der Prüfung aus dem Weg. Bewahre deine Ruhe!
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Schaue zu Beginn der Prüfung alle
Aufgaben kurz an, damit du einen Überblick bekommst,
was von dir erwartet wird.
--> Teile die Zeit an.
--> Beginne mit den Aufgaben, die du besonders gut
kannst. Nicht immer ist die erste Aufgabe für dich
die leichteste!
--> Verschaffe dir Erfolge (indem du mit leichten
Aufgaben beginnst). Erfolge machen Mut und beruhigen
die Nerven. |
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Lies die Aufgaben genau!
Kontrolliere nach jeder Lösung nochmals, ob du auch
das Verlangte gemacht hast und nicht etwas anderes.
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Am Anfang, wenn man noch zu wenig
"warm gelaufen" ist, passieren erfahrungsgemäss oft
"dumme" Fehler.
--> Kontrolliere deshalb etwa in der Mitte der
Prüfungszeit nochmals die paar Aufgaben, welche du
ganz am Anfang gelöst hast. Der Zeitaufwand lohnt
sich meistens. |
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Wenn dir eine Aufgabe nicht recht
gelingt, so verliere möglichst wenig Zeit damit.
Falscher Stolz und Verzweiflung sind unangebracht!
Lege das Problem auf die Seite und bearbeite zuerst
die anderen Aufgaben. Wenn du am Schluss noch Zeit
hast, kannst du die Aufgabe nochmals anpacken.
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Bemühe dich, deine Lösungswege
gut und übersichtlich darzustellen. Im Falle eines
Fehlers hast du so bessere Chancen, dass richtige
Teilergebnisse bewertet werden können. Auf was kommt
es bei der Darstellung an? Klicke hier!
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Wenn du am Schluss Zeit hast,
kontrolliere alle Ergebnisse. |
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Verwende bei der Kontrolle
möglichst einen anderen Weg. Schlägst du nochmals
den gleichen Weg ein wie vorher, wirst du allfällige
Fehler sehr wahrscheinlich nochmals begehen und
diese deshalb nicht ausfindig machen.
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Liegen
deine Ergebnisse im Bereich des möglichen? |
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2.
Prüfungs-Taktik |
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Nimm eine Uhr mit an die Prüfung!
--> Nur so kannst du die dir zur Verfügung stehende
Zeit sinnvoll einteilen. |
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Bei Matheaufgaben kannst du oft
überschlagen, ob ein erhaltenes Ergebnis möglich
oder völlig absurd ist. Diese
Kontrolle benötigt "keine" Zeit und ist oft sehr
lohnenswert.
Beispiele von absurden (und sicher falschen)
Ergebnissen:
--> Ein Mensch, der 5.34 m gross ist
--> Ein Preisabschlag von 13'452 Prozent
--> Eine Fahrradfahrerin mit einer Geschwindigkeit
von 75 m/s |
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Abschätzung des Aufwands:
--> Wenn du eine Aufgabe, für welche 7 Punkte
erteilt werden, nur eine Zeile rechnen musst, ist
deine Antwort sehr wahrscheinlich falsch.
--> Wenn du für eine Aufgabe, für welche bloss
maximal 2 Punkte erteilt werden, eine ganze Seite
oder noch mehr rechnest, hast du dich
höchstwahrscheinlich "verrannt". Die Aufgabe sollte
mit weniger Aufwand beantwortbar sein!
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Wenn dir ein Problem unvertraut
vorkommt:
--> Du kannst es lösen, sonst käme es an dieser
Prüfung nicht vor.
--> Möglicherweise musst du noch etwas Zusätzliches
überlegen. Verwende deine Kenntnisse, kombiniere
diese. Traue dir die Lösung zu!
--> Verschiebe unvertraut aussehende Aufgaben eher
an den Schluss der Prüfung.
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Bedenke, dass du (im Normalfall)
nur zumutbare Probleme vorgelegt bekommst. |
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3. Nach der
Prüfung |
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Fehler
sind lästig und verursachen eine weniger gute Note.
Fehler sind deshalb nicht besonders beliebt.
Trotzdem: Aus Fehlern lernt man!
Betrachte deine Fehler als Chance, etwas daraus zu
lernen. Überlege dir, wie du sie das nächste Mal
vermeiden kannst:
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Fehler deuten oft
darauf hin, dass du etwas nicht begriffen
hast oder nicht kannst.
--> Schreibe deshalb nach jeder Prüfung eine
sorgfältige Verbesserung. Bemühe dich,
wenigstens bei der Verbesserung alles
richtig zu machen.
--> Sinn der Verbesserung: Spätestens mit
der Verbesserung hast du alle "Löcher
gestopft", die hinter dir liegen.
--> Weil die Mathematik auf früher Gelerntem
aufbaut, sollten hinter dir möglichst keine
offenen "Löcher" bleiben. (Mit "Löchern" ist
Stoff gemeint, den du nicht kannst oder
nicht verstehst) |
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Überlege dir beim
Verbessern: Welches war mein häufigster
Fehler?
--> Oft machst du immer wieder die gleichen
oder gleichartige Fehler. Wenn dir das
bewusst wird, kannst du sie in Zukunft
besser vermeiden.
--> Beispiele von solchen typischen Fehlern
können sein:
Binomische Formeln nicht angewendet,
Flüchtigkeit und Unkonzentriertheit, Regeln
falsch angewendet, falsch gekürzt, Aufgabe
nicht richtig gelesen, etc.
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Führe eine
Fehleranalyse durch:
--> Notiere bei jeder Aufgabe präzis, was du
falsch gemacht hast (das Aufschreiben ist
wichtig; blosses Überlegen ist zu wenig):
Wieso bzw. was genau habe ich bei dieser
Aufgabe falsch gemacht oder falsch überlegt?
--> "Nicht gekonnt" ist eine bequeme
Ausrede; suche nach einer besseren Erklärung
fürs Scheitern bei einer Aufgabe!
--> Ebenso sind die Ausreden "zu wenig Zeit"
oder "keine Zeit mehr" nutzloser
Selbstbetrug. Überlege dir ernsthaft und
ehrlich, wieso du zu wenig Zeit hattest. Wie
könntest du das Zeitproblem an Prüfungen in
Zukunft vermeiden? |
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