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Mitarbeiter |
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Bei
einer Mitarbeiterzeitung soll das inhaltliche
Schwergewicht auch tatsächlich bei den
"Mitarbeitern" und der Belegschaft liegen. Wer als
Unternehmer will, dass seine Mitarbeiter die eigene
Mitarbeiterzeitung auch mit Spaß und Interesse
lesen, der muss sie vor allem mit den Mitarbeitern
und nicht nur für die Mitarbeiter machen. Wer die
Mitarbeiterzeitung allein als das Mitteilungsorgan
der Geschäftsführung nutzt, verschenkt die
eigentlichen Chancen und Möglichkeiten. |
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Corporate
Identity |
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Die
Mitarbeiterzeitung ist ein Instrument der internen
Kommunikation. Sie muss daher auch ein Ausdruck der
Corporate Identity des Unternehmens sein und diese
mit transportieren, sowohl inhaltlich als auch in
der optischen Aufmachung. Dies gilt selbst dann wenn
sie ganz einfach, kostengünstig und sparsam
gestaltet und umgesetzt werden soll. |
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Kritik |
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Die
eingesetzte Redaktion sollte ein eigenes
Redaktionsstatut haben, das die Unabhängigkeit der
Leitung und der (freien) Mitarbeiter garantiert und
eine Geschäftsordnung für mögliche kritische
Situationen vorsieht. Im Statut sollten die
Arbeitsbedingungen eines selbständig arbeitenden
Redaktionsteam festgelegt sein. Das betrifft vor
allem Fragen nach dem Status der redaktionellen
Arbeit als Teil der Dienstzeit oder Freizeit, nach
dem Ort der Redaktionssitzung und nach
unternehmenskritischen Äußerungen. Wer eine
Mitarbeiterzeitung ermöglicht, sollte sich im
Interesse von Motivation und Engagement klar sein,
dass Lobhudelei, Zensur durch die Führungsspitze und
zahlreichen Fotos des Geschäftsführers und
Vorstandsvorsitzenden in einer Ausgabe Tabu sind. Es
bedeutet aber auch für die Redaktion den Mut zu
entwickeln, heiße Eisen anzufassen. |
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Information |
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Eine
Mitarbeiterzeitung kann nur einen Teil der internen
Kommunikation ausfüllen. Sie ist kein Ersatz für
andere zusätzlich notwendige Maßnahmen und schon gar
kein Feigenblatt für die Unlust oder Unfähigkeit der
Geschäftsführung über Neuigkeiten im Unternehmen zu
informieren und zu internen Entwicklungen
Transparenz herzustellen. |
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Titel |
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Eine
Mitarbeiterzeitung braucht einen ordentlichen,
originellen und griffigen Titel. "XY-News" oder
"XY-Post" sind da sicher nicht die einzigen
Möglichkeiten. Ein paar kreative Gedanken bringen
einen sicherlich auf noch ganz andere Ideen. |
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Erscheinungsweise |
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Am
besten sollte die Mitarbeiterzeitung einmal im Monat
erscheinen. Das aber setzt einen großen Aufwand und
sehr viel Engagement voraus. Die vierteljährliche
Erscheinungsweise ist ein Kompromiss. Viel weniger
sollte es allerdings nicht sein, sonst kann man
gleich ein Jahrbuch daraus machen. Die Erfahrung
zeigt auch, dass ansonsten die Geschichten und
Informationen alt und abgestanden sind. Aktualität
und Neuigkeiten sind denn auch bei einer
Mitarbeiterzeitung ein wichtiges Thema. |
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Versand |
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Die
Zeitung sollte am Besten an die Wohnadresse
geschickt werden. Dort haben die Mitarbeiter eher
Zeit zum Lesen, und überdies erreicht man damit die
gesamte Familie samt Anhang. Die Nachbarin wird so
zur Meinungsbildnerin, wenn sie weiß, was im Betrieb
des Herrn Müller oder Meier von nebenan vor sich
geht. |
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Öffentlichkeit |
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Die
Mitarbeiterzeitung sollte auch an die ehemaligen
Mitarbeiter, Pensionäre und eventuell sogar an
Geschäftsfreunde, Aktionäre und andere
Teilöffentlichkeiten verschickt werden. Trotzdem soll
aus ihr kein Zwitter aus Mitarbeiter- und
Kundenpublikation werden. Im Mittelpunkt bleibt das, was
im Unternehmen selber passiert und für das Unternehmen
auf der Ebene der internen Kommunikation wichtig ist.
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Aufmachung |
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Sündteure Hochglanzprodukte haben Nachrang gegenüber
einfach, aber aktuell und informativ gemachten
Billigversionen. Die Devise sollte sein: Lieber
öfter und einfach als selten und protzig. |
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Dienstleister |
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Für
Layout, Gestaltung und Redaktion braucht man
entweder Profis und externe Dienstleister oder
hauseigene verborgene Genies, die professionell
gestalten, recherchieren, schreiben und produzieren
können. Eine Mitarbeiterzeitung steht in ihrer
Akzeptanz und Wahrnehmung gewissermaßen auch in
Konkurrenz zu professionell gemachten Presseorganen.
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Informationen |
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Wer immer
die Mitarbeiterzeitung redaktionell verantwortlich
macht, muss in den hausinternen Informationsfluss
eingebunden sein und Zugang zu den wichtigen und
interessanten Informationen haben. Regelmäßige Treffen
sind dafür die Voraussetzung. Externe Dienstleister,
Journalisten und PR-Berater sind das Ohr und Sprachrohr
des Betriebes und müssen entsprechend umfangreich
gebrieft und informiert werden.
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Aufgabenstellung |
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Alle
Mitarbeiter im Unternehmen müssen wissen, dass die
Geschäftsführung die Mitarbeiterzeitung wünscht! Nur
dann werden sie auch zur Mitarbeit und zur
Bereitstellung von Informationen bereit sein. |
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Offenheit |
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Wichtig sind die Offenheit und das Interesse nach
allen Richtungen. Wer Beiträge, Artikel, Berichte,
Bilder und Fotos liefern und beisteuern könnte, soll
dazu ausdrücklich ermutigt werden. Sinnvoll ist es,
eine Interaktion anzubieten. Die Belegschaft soll
auch Rückmeldungen geben können beispielsweise übers
Intranet, Leserbriefe oder einfach bei
Preisausschreiben und dergleichen. Dem Betriebsrat
und allen anderen Bereichen des Unternehmens gebührt
natürlich Platz für Meinungen. |
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Gestaltung |
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Das
Auge isst mit - das gilt auch für eine
Mitarbeiterzeitung. Sie ist grundsätzlich im
Wettstreit mit allen anderen professionellen Medien.
Wahrnehmung und Lesegewohnheiten sind davon
bestimmt. Daher sollte man für das Layout, die
Gestaltung und den Druck unbedingt Fachleute und
Spezialisten einsetzen. Versierte Mitarbeiter können
aber heutzutage schon viel mit dem Computer im
eigenen Haus bewerkstelligen und eine wertvolle
Hilfestellung geben. |
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Lesefutter |
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Die
Mitarbeiterzeitung muss journalistisch gemacht oder
zumindest begleitet sein. Die "Schreibe" soll zwar dem
Stil des Hauses nicht zuwiderlaufen, muss aber flott,
klar und griffig sein. Stinkfade und ellenlange Artikel
lesen die Leute nicht - schade ums Geld. Trockene
Beiträge von Bürokraten und Technokraten müssen daher -
freilich mit deren Zustimmung und letzter Freigabe -
redigiert und umgeschrieben werden.
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Auf den Punkt |
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Die
Umsetzungstechniken des Personalisierens,
Problematisierens, Lokalisierens und Visualisierens
können auch eine hausinterne Publikation wesentlich
aufwerten. Die unterschiedlichen journalistischen
Möglichkeiten sollten voll genutzt werden: Bericht und
Meldung, Portrait und Interview, Kurznachricht,
Kommentar und Glosse.
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Fotos |
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Ein
Foto sagt mehr als tausend Worte. Diese Regel gilt
auch bei der Mitarbeiterzeitung. Daher sollte mit
Fotos, Bildern und Graphiken nicht gespart werden.
Fotos bringen zudem eine emotionale Komponente ins
Blatt. |
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Salz in der
Suppe |
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Kommentare, Glossen und andere - vielleicht auch
einmal kritische - Meinungselemente kommen gut an
und erhöhen die Lesefrequenz. Und interne Personalia
(Geburtstage, Jubiläen, Hochzeiten und nicht zuletzt
Hobbys und sportliche Leistungen) sind - wenn gut
aufgemacht und präsentiert - Renner und dürfen in
Mitarbeiterzeitschriften nicht fehlen. Wichtig ist,
dass sich niemand bloß gestellt, sondern liebevoll
und respektvoll vorgestellt fühlt. Dazu gehört auch
die Verwendung von Fotos. |
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Rubriken |
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Es ist
sinnvoll für die Mitarbeiterzeitung ein erkennbares und
wiederkehrendes System von Rubriken anzubieten. Dabei
sollte man auch Leserbriefe, Flohmarkt und andere
"Servicethemen" (z. B. Steuer- oder Einkaufstipps)
berücksichtigen.
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Themenplan |
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Das
redaktionelle Konzept sollte in etwa lauten Berichte aus
dem Unternehmen selbst (Vorstellung von einzelnen, neuen
Mitarbeitern, die Abteilungen, neue Produkte, Verfahren
und Maschinen, Meldungen und Berichte zur aktuellen
wirtschaftliche Lage und besondere Erfolge, PR-Aktionen,
geplante Aktivitäten), Mitteilungen aus dem sozialen
Zusammenhang (Betriebsversammlungen, Ausflüge,
Veranstaltungen, Ereignisse, Betriebssport,
Vorschlagswesen, Sozialleistungen, Transparentmachen von
internen Zusammenhängen und Fachfragen, Unfallverhütung,
Besuche im Haus ,statt;) Berichte aus dem Umfeld des
Unternehmens (wirtschaftliche und gesellschaftliche
Themen, Gesundheit, Umweltthemen, politische Fragen,
Branchengeschehen, Nachbarn, Wettbewerber usw.) und
nicht zuletzt Geschichten, die auch ein Stück
Unterhaltung bieten und als Lesestoff genommen werden
(Portraits von einzelnen Mitarbeitern, Interviews,
Ausflugstipps aus der Region, Reise, Auto, Witze,
Rätsel, Heim und Garten und die Hobbys der Mitarbeiter).
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Quellenangaben |
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Artikel
downloaden
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