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Im
Durchschnitt lassen sich Unternehmen ihre
Kundenzeitschrift rund 300 000 Euro pro Jahr kosten,
pro Ausgabe stehen im Schnitt 86 000 Euro zur
Verfügung, eine Seite kostet durchschnittlich 2 300
Euro, so die Ergebnisse der Studie „Kosten und
Organisation – Kundenzeitschriften 2005“, die jetzt
vom Institut für Journalismus und Public Relations
an der Fachhochschule Gelsenkirchen erstellt wurde.
„Vor allem für Dienstleister wird heute mehr Geld
ausgegeben“, sagt Prof. Kurt Weichler von der
Fachhochschule Gelsenkirchen, „darüber hinaus sind
Kundenzeitschriften heute zu einem großen Teil
international ausgerichtet, ein Drittel von ihnen
erscheint mehrsprachig.“
Aber längst geben nicht nur die Global Player die
bunten Magazine als Kampagnenplattform und
Verkaufsmaschine heraus, auch kleinere Unternehmen
haben das Medium für sich entdeckt. So gibt es immer
mehr Titel in kleineren Auflagen und mit geringerem
Umfang. Weichler: „Die Bedeutung der
Kundenzeitschrift steigt, das machen die Aussagen
der Befragten deutlich. Immer öfter dient sie nicht
nur der Öffentlichkeitsarbeit, sondern wird ganz
konkret zur Absatzförderung eingesetzt.“
Vor allem die Auflagenmillionäre unter den
Kundenzeitschriften sind nicht mehr nur ein
Transportmittel für Mitteilungen über neue Produkte
und Dienstleistungen, sondern sie geben die Richtung
für ganze Kampagnen vor und dienen den Unternehmen
als Plattform, auf der Ziele, Philosophie und
Visionen zum Ausdruck gebracht werden. Die höchste
Auflage erreicht mit monatlich mehr als 16 Mio.
Exemplaren die „ADAC motorwelt“, die gleichzeitig
als klassische Autozeitschrift, Verkaufsförderer für
die eigenen Produkte und als Lobby für die
verkehrspolitische Meinungsbildung dient. Zwar
unterliegen Magazine wie die ADAC-Zeitschrift nicht
dem harten Wettbewerb am Zeitungskiosk, doch um die
knappe Zeit ihrer Leser müssen alle Kundenmagazine
dennoch buhlen. Platte Werbesprache ist deshalb
nicht gefragt in den anspruchsvollen Magazinen, die
zur Kundenbindung beitragen sollen. |