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Viele
deutsche Unternehmen vertrauen auf
Kundenzeitschriften als Marketinginstrument. Mehrere
Tausend der zumeist bunten Blätter sind im Umlauf um
Kunden und Geschäftspartner über interne
Entwicklungen, neue Produktlinien oder
Serviceleistungen zu informieren.
Allerdings übernehmen die wenigsten dieser
Unternehmen die Inhalte ihrer gedruckten
Kundenzeitschriften in ihren Internetauftritt.
Finden sie doch einmal den Weg auf die Website, so
meist nur als PDF zum Download - was weder den
Möglichkeiten des Mediums gerecht wird, noch den
Erwartungen des surfenden Kunden entspricht.
Eigentlich schade um die vertane Chance, denn eine
Online-Ausgabe des Kundenmagazins bietet viele
Vorteile, nicht zuletzt, weil sie aktueller sein
kann als das Printprodukt. Ausserdem gibt es im
Gegensatz zu gedruckten Ausgaben keine
Platzprobleme, so dass Hintergrundberichte und
Zusatzinformationen veröffentlicht werden können,
die den Rahmen des Magazins aus Papier sprengen
würden. Das fördert das Image des Unternehmens als
Spezialist für ein bestimmtes Thema. Schliesslich
kann man über das Internet – nicht zuletzt via
Suchmaschine – viel mehr Interessenten erreichen,
als das über eine herkömmliche Zeitschrift je
möglich wäre.
Deswegen empfiehlt sich ein integriertes Off- und
Online-Publishing, also eine gedruckte Kundenzeitung
in Kombination mit einem Online-Magazin und einer
Vermarktung über einen E-Mail-Newsletter. Auf diese
Weise können die Vorteile jeder Publikationsform
ausgeschöpft werden. In der Printausgabe werden
wichtige Themen und Meldungen behandelt; über Satz
und Layout wird das optische Erleben des
Unternehmens als Marke vermittelt. Zudem wird die
Zielgruppe über den Versand direkt angesprochen, so
dass auch Kunden ohne Internetanschluss informiert
werden. Das Online-Magazin bietet die Möglichkeit,
neben den Inhalten der Offline-Publikation
ergänzende Informationen, Meldungen und Neuigkeiten
anzubieten und so einen weiteren Kanal zur Kunden-
und Leserbindung zu schaffen. Wesentlicher Vorteil
der Online-Ausgabe ist ihre Aktualität. Der
Newsletter schliesslich hat die Aufgabe, neue
Berichte des Online-Magazins und/oder der nächsten
Ausgabe des Printmagazins anzukündigen und kurz
vorzustellen.
Bevor man sich aber dazu entschliesst, mit seinem
Kundenmagazin online zu gehen, sollte zunächst die
Zielgruppe des Unternehmens genau in Augenschein
genommen werden: Nutzt sie überhaupt das Netzt? Wie
verhält sie sich und welche Angebote fragt sie
besonders häufig nach? Dazu kann man beispielsweise
Meinungen und Kommentare der Lesern auswerten oder
eine Onlineumfrage starten. Diese Ergebnisse
fliessen ebenso in die Entscheidung für die Form des
Netzmagazins ein wie die Inhalten der Publikation
(Gliederung und Rubrizierung,
Aktualisierungsrhythmen) und die Gestaltung des
gesamten Internetauftritts.
Der gedruckt Texte kann eins zu eins ins Internet
übertragen werden. Dann fallen keine allzu langen
Ladezeiten an wie das bei PDF-Dokumenten der Fall
ist. Zudem bietet diese Variante die Möglichkeit,
die Artikel auf einer Übersichtsseite anzureißen und
so die Aufmerksamkeit zu gewinnen. Nachteile ergeben
sich durch die meist geringe Aktualität sowie die
Printlastigkeit der Inhalte. Die Texte der
Druckversion sind für die Lesebedürfnisse der
Webnutzer oftmals zu lang.
Sinnvoll ist es deshalb, die Printpublikation
webgerecht zu überarbeiten und um
Hintergrundinformationen, zeitnahe Meldungen
zwischen den periodischen Erscheinungsterminen der
gedruckten Zeitschrift und Services zu ergänzen. Im
integrierten On- und Offline-Publishing gewinnt die
Kundenzeitschrift so an Tiefe und Aktualität. |