Ist der Trend wirklich ein Trend? Die goldenen Regeln der Videoerstellung.

Gerade die veränderte Internet-Nutzung der Anwender hin zur Fokussierung auf diverse soziale Netzwerke fördert ein Marketing-Tool ganz besonders stark. Das gute alte Bewegt-Bild aka Video zeigt sich als beliebtes Tool für alle Unternehmen, die etwas zu zeigen oder gar zu erklären haben. Dabei ist der Einsatz von Videos allerdings nicht erst seit diesem Jahr ein beliebtes Mittel im Marketing.

Rund 88% aller Internet-Nutzer zwischen 14 und 29 Jahren schauen sich jede Woche Videos im Internet an. Die potenteste Käuferschicht für die gängigen B2C Massenmärkte ist also ganz klar videoaffin, wie aktuelle Zahlen einer ARD-ZDF-Onlinestudie zeigen. Ein Großteil der Konsumzeit von Online-Videos entfällt mitnichten auf neumodische Gesellschaftsphänomene wie das Binge-watching auf großen Serien- und Filmplattformen – jedoch werden auch Werbevideos von Unternehmen auf Social-Media-Kanälen gerne konsumiert. Zusätzlich steigert gerade die vermehrte Internetnutzung via Smartphone den Bedarf an Video-Marketing-Maßnahmen. Diese Entwicklung begünstigt Unternehmen mit regelmäßigen Video-Auftritten. Schafft man es als Unternehmen also ein mal in den Mikrokosmus eines potenziellen Käufers oder einer potenziellen Käuferin zu gelangen, so zeigen sich Werbemaßnahmen über Videoinhalte als lukrativ.

Video ist nicht gleich Video – welche Inhalte lohnen sich und für wen?

Die jeweilige Situation entscheidet welche Art Video gewählt werden sollte. Wollen Sie Ihr Unternehmen als eine Marke platzieren? Dann fahren Sie mit einem Imagevideo sehr gut. Erkennen Sie das Bedürfnis Ihre Kunden über Produkte / Dienstleistungen oder den Bestellvorgang aufzuklären? In diesem Fall bieten sich Tutorials oder Erklärvideos an. Für Messeauftritte oder andere Informationen wie Rabattaktionen, zeigen sich Informationsvideos als angemessen. Die Auskunft über Produkte oder verwendete Inhaltsstoffe lässt sich gut in Interviews mit führenden Produktentwicklern verpacken.

Ebenfalls lässt sich der Bewerbungsprozess persönlicher gestalten. Zeigen Sie dazu beispielsweise Insights aus dem Arbeitsalltag Ihrer aktuellen Mitarbeiter. Egal welches Video letztlich das passende für die jeweilige Situation ist, es lässt sich bereits das Erfolgsgeheimnis hinter oft geklickten, gern gesehenen Videos erkennen – Die Auseinandersetzung mit der Zielgruppe und der Aussage des Videos. Lassen Sie dabei auch immer gleich die Eindrücke aus etwaigem Kundenfeedback mit einfließen.

Goldene Regeln der Videoerstellung

Wie so häufig im Leben: Weniger ist mehr. Nein wirklich. Auch wenn Sie es nicht mehr hören können – weniger ist mehr. Das optimale Video ist nicht länger als fünf Minuten. Das worüber Youtuber nur müde lächeln können, da das Schalten von Werbung erst ab über zehn Minuten Lauflänge eine Option wird, sollte für Unternehmen gelebte Praxis sein, um der Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer gerecht zu werden. Achten Sie des Weiteren darauf, mit Transparenz und Glaubwürdigkeit bei Ihren Zuschauern zu punkten und mit hoher visueller Qualität zu glänzen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Platzierung auf der Webseite. Bewährte Methoden sind eigene Bereiche für Videos, in denen Sie diese zusätzlich sinnvoll kategorisieren können oder das Einbinden auf den jeweiligen Produktseiten. Dort am besten prominent im oberen Teil der Seite. Das Seeding der Videos verläuft analog zu Artikeln. Sharen Sie Ihre Videos überall dort wo Ihnen die Möglichkeit dazu gegeben wird und die Videos thematisch passen. Business-Suchmaschinen eignen sich beispielsweise für Produkte die im B2B-Bereich gehandelt werden sehr gut. Ihre Videos können selbstverständlich auch SEO-optimiert werden und sollten daher mit relevanten Keywords in den Video-Einstellungen und -Beschreibungen versehen werden. Sollten Sie einen eigenen Firmen-Youtube-Account betreiben, achten Sie darauf die Verlinkung auf Ihrer Website nicht entgegen der DSGVO-Richtlinien vorzunehmen.

Fazit: Video-Marketing 2018 ein Muss?

Müssen Sie demnächst den Weg vor eine Kamera antreten oder Ihre Marketing-Aktivitäten zur Gänze umbauen? Nein. Die anderen Marketing-Aktivitäten sind aus gutem Grund noch nicht ausgestorben. An der einen oder anderen Stelle sollte man dennoch zumindest darüber nachdenken gewisse Punkte per Video-Marketing anzugehen.
Dies war allerdings auch schon 2015 und 2012 so und wird immer so bleiben. Unternehmen, die umtriebig im Social-Media-Bereich tätig sind, sollten sich verstärkt mit Video-Marketing befassen. Dieser Bereich ist momentan tatsächlich stark dem Wandel hin zum Video-Marketing unterworfen. Für alle anderen Unternehmen gilt es, erst einmal die Basics guten Online-Marketings umzusetzen.

Quelle: marketing-boerse.de

 

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