Weil Tamedia künftig auf Agentur-Sportmeldungen verzichtet, entsteht bei Keystone-SDA ein Ertragsverlust von 5,1 Prozent. An einer Krisensitzung hiess es: Von der Schliessung des Sports bis zur unveränderten Weiterführung sei alles möglich.

Tamedia hat den Sportdienst bei Keystone-SDA per Ende Jahr gekündigt (persoenlich.com berichtete). Damit fallen bei der Agentur 1,7 Millionen Franken Ertrag weg, wie das «St. Galler Tagblatt» am Freitag schreibt. Diese Zahl hätte das Unternehmen an einem Krisentreffen der Sportredaktion kommunziert. Das sei ein Ertragsverlust von 5,1 Prozent, gemessen am Vorjahresergebnis.

Wie Keystone-SDA mit dem Ausstieg von Tamedia umgeht, ist noch nicht entschieden. An der Krisensitzung soll gesagt worden sein, dass alles möglich sei: von der Weiterführung mit dem heutigen Personal bis zur Schliessung des Sports. Dies geht aus dem Twitterkanal @inside_sda hervor:

Laut «Tagblatt» soll der Verwaltungsrat im September über die Zukunft der Sportredaktion entscheiden. Diese umfasse 26 Stellen. Klar ist: «Der Entscheid trifft das Unternehmen in einer Transformationsphase, die ohnehin von grossen Umwälzungen gekennzeichnet ist», sagte der von Keystone-SDA eingesetzte Kommunikationsberater Iso Rechsteiner schon am 18. August zu persoenlich.com.

«Es sieht nicht gut aus für das ­Medienunternehmen Keystone-SDA», schreibt Fabian Fellmann, Leiter der Bundeshausredaktion NZZ-Regionalmedien, im «Tagblatt» weiter. So hätten auch sämtliche grossen Kunden ihre Verträge vorsorglich gekündigt. Ferner bestätigt Rechsteiner der Zeitung, dass auch das neue Tarifmodell von Keystone-SDA noch nicht bereit sei.

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