User Experience und Suchmaschinenrelevanz sind nicht identisch, doch die meisten Faktoren wie Content, Ladezeit etc. sind für beides entscheidend.

Die User Experience ist einer der zentralen Erfolgsfaktoren für digitale Konzepte. Das Nutzererlebnis bestimmt, ob und wie lange ein Kunde auf einer Webseite verweilt oder ob er sie gleich wieder verlässt. Das Nutzerempfinden wirkt sich jedoch nicht nur auf die unmittelbare Nutzung eines angebotenen Mediums aus, sondern auch auf die Markenwahrnehmung und Weiterempfehlung durch den Kunden. Dies kann wiederum für Unternehmen zu gesteigertem Umsatz und Gewinn führen. Tatsächlich gestaltet sich die Verbindung aus SEO und User Experience nicht ganz einfach, ist aber auch nicht unmöglich. Es gibt durchaus einige Berührungspunkte, an denen man ansetzten kann, um für eine herausragende Suchmaschinenoptimierung zu sorgen.

User Experience

Die User Experience (kurz: UX) bezeichnet das Nutzungserlebnis eines bestimmten Produkts. Hierbei wird User Experience über die Wahrnehmung und Reaktion einer Person, die sich bei der Benutzung oder der erwarteten Verwendung eines Produktes ergeben, definiert. Sie wird als Konsequenz des Nutzers aufgefasst, die durch Gestaltung, Funktionalität und Leistungsmerkmalen eines Produktes oder einer Dienstleistung, beeinflusst wird. Dazu gehört nicht nur der technische Nutzen, sondern auch Emotionen, psychologische und physiologische Reaktionen, Erwartungen und Verhalten des Nutzers. Ebenso spielen Vorkenntnisse und persönliche Eigenschaften des jeweiligen Nutzers eine große Rolle. Zudem spielen auch persönliche Zielvorstellungen des Users eine wichtige Rolle: Werden diese ohne großen Aufwand seitens des Nutzers zufriedenstellend erreicht, ist dies eine belohnende Erfahrung, die oft mit „Joy of Use“ beschrieben wird. Dieser Begriff beschreibt den zusätzlichen Mehrwert in Form von Spaß und Unterhaltung bei der Benutzung einer Webseite oder Anwendung. Je stärker der Joy of Use ausgeprägt ist, so wahrscheinlicher ist es, dass die User Experience deutlich positiv ausfällt. So richtet sich der Fokus von UX nicht nur auf den Kontext der Nutzerinteraktion, sondern auch auf den Content sowie die Ästhetik der Webseite.

Es ist zu erkennen, dass die User Experience ein stark subjektives Konstrukt darstellt, welches sich aus verschiedenen individuellen Faktoren zusammensetzt. Es ist als dynamischer Prozess zu verstehen, der sich mit jedem Klick ständig verändern kann. Das stellt für das Online-Marketing und insbesondere für die Suchmaschinenoptimierung eine große Herausforderung dar. Das Ansprechen der individuellen Bedürfnisse eines jeden Kunden ist in der Praxis eine schier unlösbare Aufgabe. Durch langjährige Erfahrungen und die Berücksichtigung relevanter Kategorien lässt sich jedoch eine möglichst positive User Experience gewährleisten.

Einwandfreie Webseiten

Nicht nur die Technik von Webseiten wird immer komplexer und anspruchsvoller, sondern auch die Ansprüche der Nutzer. So muss stets sichergestellt werden, dass korrekte Daten dargestellt werden – unabhängig vom jeweiligen Endgerät des Nutzers. Spätestens jetzt ist es an der Zeit sich von Urgesteinen wie Flash und Co. zu verabschieden.

Eine gute Struktur der Webseite legt zudem den Grundstein für eine möglichst positiv ausgeprägte User Experience. Dies sollte in heutigen Zeiten schon längst als Grundvoraussetzung einer nutzer- sowie suchmaschinenoptimierten Webseite gelten. Jedoch existiert immer noch eine Vielzahl an Webseiten, die diese Maxime noch nicht verinnerlicht haben. Die Struktur ist der Webseite ist nämlich nicht nur für die Nutzer, sondern auch für Suchmaschinen ein ausschlaggebender Faktor. Eine klare Struktur erhöht also die Usability einer jeden Webseite und übt einen positiven Einfluss auf die Nutzungserfahrungen der User aus. Das dient als Voraussetzung für zufriedene Kunden sowie einen effizienten Einsatz des Suchmaschinencrawlers. Die Webseite agiert als Straßenkarte und gewährleistet eine optimale Navigation durch alle Inhalte. Daher ist die Navigation der absolut falsche Ort für aufregende Pop-ups und lange Listen mit dutzenden Optionen. Stattdessen sollte vielmehr eine klare Guideline für den Nutzer vorhanden sein.

Ladezeit

Die Suchmaschinenoptimierung steht hierbei ganz im Zeichen des Nutzers und seiner Erfahrung. Sowohl der Nutzer, als auch die Suchmaschine empfinden lange Ladezeiten als stark störenden Faktor. Heutzutage erwarten die meisten Nutzer insbesondere im mobilen Bereiche eine möglichst schnelle Response der Seite. Lange Ladebildschirme sollten demnach der Vergangenheit angehören – denn sie erhöhen die Absprungrate stark und üben einen negativen Einfluss auf die User Experience aus.

AMP als Speed Boost

Accelerated Mobile Pages (kurz: AMP) ist eine speziell für die Erstellung von Webseiten für mobile Endgeräte entwickelte Ableitung von HTML. AMP wurde im Herbst 2015 vom AMP Project unter der Führung von Google herausgebracht. Gegenüber mobiloptimierter oder mittels responsive Design entwickelten Webseiten sollen AMP die Ladezeiten von Webseiten deutlich erhöhen und so als Speed Boost agieren. Das wird durch die konsequente Verschlankung des Quellcodes der Webseiten erreicht. AMP sind hierbei meist einfach aufbereitete Inhalte, welche sehr schnell geladen werden können und daher für mobile Nutzer deutliche Vorteile bieten. Bei der herkömmlichen Darstellung von Suchergebnissen ist die Verwendung von AMP kein Kriterium für die Reihenfolge der Treffer. Das Ranking wird jedoch aber dadurch positiv beeinflusst, dass AMP-Seiten schneller geladen werden und für die mobile Nutzung bestens optimiert sind.

Mobile Optimierung

Inzwischen werden sowohl international als auch regional bereits über die Hälfte der Suchanfragen mit dem Smartphone oder Tablet getätigt. Diesen Trend haben Suchmaschinen bereits vor einigen Jahren erkannt und lassen diesen als relevanten Faktor in die SERPs sowie das Ranking von Webseiten einfließen. Daher lautet die Devise „Mobile First“. Konkret bedeutet das, dass der Google Mobile Index innerhalb der Suchmaschinenoptimierung immer stärker in den Fokus treten wird. Die Mobile Experience der User sollte deshalb im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Sie umfasst die mobile Erfahrung der Nutzer mit der gesamten Webseite und beinhaltet sowohl die Ästhetik und das Design, als auch die Struktur, Navigation und den Content. Jedes Element auf einer mobilen Webseite beeinflusst die User Experience und übt einen direkten oder indirekten Einfluss auf das Suchmaschinenranking aus. Hierbei gilt: einfache und kluge Designs, die ganz im Zeichen der mobile Usability stehen, machen nicht nur die Besucher der Webseite glücklich, sondern auch den Suchmaschinencrawler.

Content, der ewige König

Bereits seit dem Google Panda Update ist innerhalb der SEO bekannt: Content ist und bleibt einer der entscheidendsten Faktoren für das Suchmaschinenranking. Content ist jedoch nicht gleich Content. Das Vorgehen bei der Erstellung von Inhalten wird immer komplexer. Hierbei steht der Nutzer und nicht die Suchmaschine im Fokus der Aufmerksamkeit. So sollte der Content immer auf die Ansprüche und Bedürfnisse der User ausgelegt werden, um ihnen einen möglichst hohen Mehrwert zu bieten. Denn nur mithilfe eines qualitativ hochwertigen Contents ist es möglich, Kunden langfristig an Produkte und Dienstleistungen zu binden. Durch die multimediale Aufbereitung von Inhalten durch Bilder und Videos sowie die zielgerechte Ansprache der Nutzer können passende Inhalte generiert werden.

UX und SEO, ein unschlagbares Team

Die Zeiten, in denen Webseiten nur für Suchmaschinen optimiert und mit Keywords überflutet wurden, sind schon lange vorbei. Im Zentrum steht nun der Nutzer mit seinen individuellen Bedürfnissen und Erfahrungen. Diese jedoch zielgruppengerecht anzusprechen, stellt viele SEO-Manager vor gewaltige Herausforderungen. Die Verbindung von SEO-Maßnahmen mit Bereichen der User Experience erweist sich in der Praxis als vielversprechende Fusion für langanhaltenden Erfolg. Eine deutlich positive Erfahrung mit Webseiten, Produkten und Dienstleistungen von Unternehmen stärkt nicht nur Kundenbeziehungen und Vertrauen, sondern verspricht zudem nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Nach dieser Maxime gilt es nun die eigene Webseite nach speziellen Faktoren zu optimieren, um dem Nutzer eine einwandfreie und möglichst emotionale Nutzungserfahrung zu garantieren. Als Erfolgsfaktoren gelten hierbei:

• (technisch) einwandfreie Webseiten – Utility & Usability
• kurze Ladezeiten
• Mobile Optimierung
• Qualitativ hochwertiger Content

Nur durch die Beachtung aller Faktoren wird eine möglichst positive User Experience gewährleistet. Durch die Fusion von UX und SEO entstehen neue Möglichkeiten, nicht nur die Nutzer, sondern auch Suchmaschinen von der eigenen Webseite zu überzeugen und nachhaltig Erfolge verbuchen zu können.

 

Quelle: marketing-boerse.de

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