Ohne geeignetes Startup-Marketing ist deine Firma in Kürze Vergangenheit. Da mag die Technik stimmen, die Produkte 1A-Qualität besitzen, das Feedback der ersten Kunden stimmen: Startups funktionieren ohne gutes Marketing schlichtweg nicht. Warum ich diese harte Aussage gleich zu Beginn treffe? Weil es einfach viel zu oft und leider viel zu schändlich vernachlässigt wird.


Dein Startup erreicht erstaunliche Strahlwirkung, wenn du am Marketingkonzept feilst.

Nutze das, was du bereits hast.

Als Startup am Beginn deiner Tätigkeit kannst du schwerlich mit großen Namen konkurrieren. Außer, du gehst es geschickt an:

  • Sei „lean“: vermeide überflüssige Tätigkeiten und fokussiere dich auf deine Haupttätigkeit. Nach dem Schema Build – Measure – Learn: bringe dein Produkt schnell auf den Markt (Stichwort MVP – Minimum Viable Product), messe die Wirksamkeit deiner Maßnahmen im Markt (Kennzahlen, Metrics) und lerne aus deinen Erfahrungen.
  • Sei intelligent im Umgang mit Geld und Ressourcen.
  • Sei flexibel und nutze sich dir eröffnende (Markt-)Möglichkeiten.

Du magst es zunächst vielleicht nicht glauben, aber – schon am Anfang hast du einiges, auf das du zurückgreifen kannst: deine ersten Kunden, dein bestehendes Netzwerk! Persönliches Empfehlungsmarketing kann Goldes wert sein. Lasse deine Community interessante Inhalte über Social Media teilen. Sporne sie an, die gute Botschaft über deine hervorragende Idee zu verbreiten. Oder baue dein Geschäftsmodell darauf auf, dass Kunden dein Produkt weiterempfehlen. Darauf kommen wir jedoch noch in einem späteren Blogartikel zu Growth Hacking zu sprechen.

Keine Mega-Marketingpläne – agil und kompakt müssen sie sein!

Aus den obigen Bemerkungen kannst du ableiten – Riesendateien mit dutzenden Seiten nur rund um den Marketingplan sind fehl am Platze. Flexibel ist das nämlich nicht mehr. Was du benötigst, ist ein Marketingplan, der die strategische Ausrichtung kurz umreißt und alle Medien nennt, mit denen du mit deiner Zielgruppe in Kontakt trittst. Dein Marketingplan muss anpassungsfähig sein.

Sehr schön hat das beispielsweise Danielle Geva in einer Vorlage zu einem Startup-Marketingplan zusammengefasst. Möglich ist auch die MAT-Variante nach Guy Kawasaki. Wichtig ist, dass sich der Plan immer an deiner Zielgruppe ausrichtet ist und nicht nur ein Jahr in die Zukunft blicken lässt, sondern auch die Folgejahre kurz anschneidet. Welche Key Metrics oder Kennzahlen für solch einen Plan bedeutend sind, erfährst du später hier in einem weiteren Blogartikel.

Ohne Website geht nichts mehr.

Die Website ist gerade wenn du ein Mobile Startup hast, ein entscheidender Punkt. Aber auch für jedes andere Startup im Hier und Jetzt, mitten in den Zehnerjahren des 21. Jahrhunderts.

Es klingt banal, aber: Auf das Design kommt es an. Noch mehr aber darum, mit deiner Website eine Story zu erzählen. Deine Website prägt deine Reputation und deinen Außenauftritt wie kaum etwas anderes. Sie ist genauso ein Produkt – dein Produkt, das du nach außen vermarktest. Deshalb reicht es nicht, nur schnell einen WordPress-Blog aufzuziehen.

Die Seite sollte optisch schon etwas hergeben (das geht auch kostengünstig!). Idealerweise ist das Design der Website über alle möglichen Plattformen (PC, Smartphone, Tablet) einheitlich – ohne Responsive Webdesign geht’s eigentlich nimmer.

Wichtiger ist jedoch, dass sie sofort klar macht, was du mit deinem Startup eigentlich bezweckst und welchen Einfluss dein Produkt auf deinen Kunden hat. Wenn du Neugier damit erzeugst, hast du gewonnen.

Entweder emotional – wie bei Tinder.

Oder informativ – wie bei Homejoy.

Oder gleich beides – wie bei Spotify.

Ohne Social Media ebenso. Sei sozial!

Genauso wie deine Netzwerke im wirklichen Leben darfst du deine Sozialen Netzwerke im Internet nicht vernachlässigen. Stelle sicher, dass du regelmäßig postest und dabei deine Kunden einbindest. Keine fade Pressemeldung – interessante und teilbare Inhalte sollen deine Social Media-Plattformen füllen.

Deine Postings sind für deine Leser entweder:

  • lehrreich oder
  • emotional berührend oder
  • gleich beides zusammen.

Und das Engagement erreichst du durch:

  • interessante Inhalte
  • tolle Fotos (persönliches Tagging zu empfehlen)
  • kurze Videos zu allem Möglichen
  • usw. usf.

Natürlich musst du überlegen, welche Plattformen für dein Startup am sinnvollsten sind. Setzt du stark auf Produktfotos? Ziehe Instagram oder Pinterest heran. Willst du hauptsächlich Informationen teilen, sind vermutlich TwitterGoogle+ und Facebook die richtige Wahl. Aber da gibt es ja eine riesige Auswahl…

Bei Awards geht’s nicht nur um die Preise.

Mit Bewerbungen für verschiedene Startup-Bewerbe kann man eigentlich nicht zu früh starten. Man bekommt schnell professionelles Feedback von fachkundigen Experten und erledigt damit zusätzliche Promo-Arbeit im Nebenbei. Was nicht heißt, dass Pitch-Events oder Ähnliches als „Marketing-Kampagne“ nicht ebenso detailvoll vorbereitet werden müssen.

Du hast davon: gesteigerte Awareness für dein Startup, kostenlose Presse und die Bestätigung, dass deine Unternehmung ernstgenommen wird.

Selbstlob stinkt bekanntermaßen,…

… daher steigere dich nicht in Marketing-Sprech rein. Authentisch und ehrlich kommt bei der Kundschaft wesentlich besser an. Gerne kannst du deine Kundschaft auch als Testimonials heranziehen. Wirkt sympathisch und gibt deinem Startup ein ordentliches Stück Glaubwürdigkeit.

Bilder: Michael Lane for openphoto.netTinderHomejoySpotifyovrdrv.com

Quelle: https://ut11.net/ – von Werner Sammer

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