Livio Dainese

 

Herr Dainese, Sie sind seit 2014 bei Wirz als Creative Director und seit 2016 Co-Ceo und CCO von Wirz. In welchen Bereichen ist Wirz genau tätig?

Wir führen Marken ganzheitlich über alle Touchpoints hinweg.  Dafür haben wir die besten Köpfe im Haus und die besten Spezialisten nahe bei uns. Sei es über unser Netzwerk BBDO, das führende kreative Netzwerk der Welt oder über die besten Spezialisten im Markt.

 

Wie sieht bei Ihnen ein “normaler” Arbeitsalltag aus?

Das würde ich auch gerne wissen. In der Regel kümmere ich mich zu gleichen Teilen um die strategische Weiterentwicklung der Wirz, um unsere Kunden und darum, wie wir unseren Output noch besser machen können.

 

Der Migros-Wichtel welche in der vergangenen Weihnachtszeit für jeglichen Gesprächsstoff sorgte war eine Ihrer Erfolgsgeschichten. Was kann man diese Weihnachten erwarten?

Wir tun auch dieses Jahr alles, um die Migros an Weihnachten erneut in die Pole Position zu bringen. Das Weihnachtsgeschäft ist die wichtigste Zeit im Jahr für jeden Detailhändler, die Erwartungen dementsprechend hoch. Ich freue mich drauf.

 

Welchen Trends innerhalb des Werbemarktes erwarten uns in der Zukunft? In welchem Masse passen Sie anhand deren Ihre Unternehmensstrategie an?

Ich denke, dass uns nebst der wirklich sinnvollen und datenbasierten Ausspielung von Massnahmen die Automatisierung des Marketing stark beschäftigen wird. Bis zu welchem Grad sie sinnvoll ist und wann händisch eingegriffen werden muss, ist entscheidend.

Wir beobachten die Entwicklungen genau und setzen gezielt auf Innovationen, die uns erlauben unsere Stärke, das Bauen effektiver Kampagnen im Sinne der Marke, auszuspielen.

 

Was sind Ihre Ziele mit Wirz für die nächsten Jahre?

Für unsere Kunden weiterhin erfolgreiche, wegweisende Kampagnen zu entwickeln. Immer stärker datenbasiert, aber immer noch populär.

 

Mit Petra Dreyfus und Ihnen habt ihr 2 Jahre hintereinander nun den “Egon*“ abgeräumt. Wie schafft eine Agentur die Kreativität so hoch zu halten?

Indem man jeden Tag dran bleibt und sich überlegt, was man noch besser machen kann. Und Menschen um sich hat, die das ebenfalls tun.

 

Was bedeutet der Preis für Sie und die Agentur?

Den Preis zwei Mal in Folge holen zu können, ist für eine Doppelspitze, wie wir es sind, schon einmalig. Doch der Egon* darf keinen Einfluss auf das Ego haben. Er ist ein Preis für die ganze Agentur, für die gemeinsam geleistete Arbeit. Darum bedeutet er uns viel und ist Ansporn für die weitere Arbeit.

 

Wie managen Sie in Ihre anspruchsvolle Position, sodass Ihre Freizeit nicht zu kurz kommt? Stichwort Work-Life-Balance.

Natürlich haben wir Spitzen, in denen alles zu kurz kommt. In der Regel geht das Ganze aber gut, sofern man sich entsprechend organisiert. Ich bin kein Fan von konstant vollgestopften Kalendern. Das gibt einem vielleicht das Gefühl, unersetzbar zu sein. Doch wer von Meeting zu Meeting hüpft, dem fehlt die Zeit, um nachzudenken.

 

 

*Egon ist der Oscar der Schweizer Werbe- und Kommunikationgemeinschaft. Der Preis mit dem Megafon-Kopf wurde vom Zürcher Künstler Max Grüter angefertigt.

Wir von marketing.ch bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen für ihre Zeit und das spannende Interview!

Sehr gerne.

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