Marken, die im Digitalen und den sozialen Netzwerken stark sind, sind finanziell erfolgreicher. Zu dieser Erkenntnis kommt die Markenberatung Lewis in ihrem neuen Global Marketing Engagement Index. Die Studie zeigt einen klaren Zusammenhang zwischen den Marketingaktivitäten und dem finanziellen Erfolg eines Unternehmens auf – und identifiziert die in dieser Hinsicht erfolgreichsten Marken der Welt.

Für die Analyse hat Lewis eine eigenes entwickelte Methodologie genutzt, um die 300 größten Unternehmen der Forbes Global 2000 zu vergleichen. Der sogenannte „Marketing Engagement Tracker“ (MET) untersucht das Marketing eines Unternehmens anhand von 50 Kategorien, darunter Social Media, Personalisierung, User Experience, Medienarbeit oder Webseitensicherheit. Das Kernergebnis: Unternehmen, die auf einen niedrigen MET kommen und solche, die einen hohen Wert aufweisen, unterscheiden sich stark in Sachen Marge und Profitabilität.

Die durchschnittliche Marge der untersuchten Unternehmen lag bei 12,7 Prozent, ihr Gewinn bei 6,9 Milliarden US-Dollar. Die zehn bestplatzierten Unternehmen im globalen MET-Ranking können eine Marge von 17,4 Prozent und Durchschnittsgewinne von 14,3 Milliarden Dollar vorweisen. Die zehn letztplatzierten liegen dagegen durchschnittlich bei 8,8 Prozent und durchschnittlichen Gewinnen in Höhe von 4,4 Milliarden US-Dollar.

IBM steht an der Spitze des globalen MET-Rankings von Lewis

Das bestplatzierte Unternehmen im globalen Ranking ist der Tech-Riese IBM mit einem MET-Wert von 86,4, gefolgt von dem Unterhaltungselektronik-Hersteller Samsung (83,8) und dem IT-Unternehmen Cisco (81,2). Komplettiert werden die Top 10 von Aviva (80,8), Pepsico (79,8), Prizer (79,3), Novartis (78,8), Renault (78,2) und 3M (78,2). Insgesamt fällt laut den Studienmachern auf, dass Unternehmen in amerikanischen und europäischen Märkten im Durchschnitt besser bewertet werden als asiatische Firmen.

Betrachtet man nur die Unternehmen aus dem Wirtschaftsraum Europa, Naher Osten und Afrika schaffen es mit Aviva, Novartis und Renault drei unter die ersten Zehn. Mit SAP (MET-Wert 75,4) schafft es ein deutscher Konzern unter die EMEA-Top-10 (siehe unten).

Die Top-Performer im MET übertreffen das Wettbewerbsfeld vor allem in den Bereichen Onlinemarketing, Social Media und Earned Media. Insgesamt sind ältere Unternehmen erfolgreicher junge Start-ups, wobei diese in der digitalen Kommunikation sowie in puncto Webseite vorne liegen. Eine weitere durchaus überraschende Erkenntnis: 57 Prozent der größten Unternehmen schalten keine Online-Werbung. Zudem nutzt ein Drittel der untersuchten Firmen keine Image- oder Kampagnenvideos auf seinen Webseiten.

„Erfolgreiches, innovatives Marketing unterstützt direkt und messbar die finanzielle Performance eines Unternehmens“, resümiert Rafael Rahn, Deutschlandchef und Senior Vice President bei Lewis.“ Dass sich erfolgreiches Marketing auf den positiv auf den Absatz und Umsatz auswirkt, ist bereits vielfach belegt. Unser MET zeigt jedoch, dass Unternehmen, die erfolgreich Marketing betreiben, auch deutlich profitabler sind.“ Insbesondere für deutsche Marketingabteilungen, die sich in vielen Fällen noch als reine Vertriebsunterstützung verstehen, ist das eine wichtige Erkenntnis und ein Beleg für den Wertbeitrag des Marketings zum Unternehmenserfolg.

Quelle: horizont.com

Autor: Tim Theobald

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