Mobile hat sich dank der technologischen Neuerungen in den vergangenen Monaten als neuer Stern am Himmel der Werbegattungen etabliert.

Ausblick 2020: Diese Entwicklungen werden Mobile Marketer und Advertiser beschäftigen © Pixabay / FotomixLtd

Auch 2020 dürften die Entwicklungen in dieser Sparte den Status quo der gesamten Online-Marketing-Branche maßgeblich beeinflussen. Francois Roloff, CEO des Adtech-Pioniers und Premiumvermarkters Madvertise, benennt die wichtigsten Trends, die das Mobile Advertising beeinflussen werden.

 

5G ermöglicht komplexe Ad-Formate am Point of Sale

Der globale Ausbau des 5G-Netzes stellt eine neue Evolutionsstufe des mobilen Internets dar und wird eine rasende Entwicklung neuer interaktiver und hochauflösender Ad-Formate mit sich bringen. Künftig können beispielsweise komplexe HTML-Creatives wie Gamifications oder Video-Galleries aus den Fesseln des WLAN-Targetings gelöst werden und die Nutzer überall erreichen. Mobile Werbung am Point of Sale wird damit genauso performant wie zu Hause oder im Büro. Das birgt für Marketer ganz neue kreative Möglichkeiten bei der Planung von Multi-Touch-Kampagnen, insbesondere entlang der mobilen Customer Journey, dem “mobile Path”. Allerdings steht der 5G-Standard nicht umsonst in der Kritik. Die leistungsstarke mobile Internetverbindung birgt auch die Gefahr, dass Nutzerdaten in rasanter Zeit geladen werden und in falsche Hände geraten können. 5G ist daher auch ein Ansporn für die Adtech-Branche, in Sachen Datenschutz und Fraudprävention weiter aufzurüsten.

 

Social Commerce und Online-Bezahldienste bahnen den Weg für Mobile Shoppable Ads

Mobile Shoppable Ads werden das mobile Werbeerlebnis zunehmend durch das mobile Shoppingerlebnis ergänzen und den direkten Checkout in Mobile Ads zum Standard machen. Obwohl Mobile Commerce an sich keine neue Entwicklung darstellt, wird die Sichtbarkeit und Akzeptanz im Markt durch die Einführung von Shoppable Ads auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und Snapchat maßgeblich vergrößert und lässt das Vertrauen der Nutzer steigen. Die Hürden für Mobile Shoppable Ads sinken außerdem dank Online-Bezahldiensten wie Apple Pay oder Paypal. Vor allem im Fashion- und Beauty-Segment wird Marketing entlang der mobilen Customer Journey möglich, das ohne Medienbrüche direkt von DooH und Mobile Ads zum Shop und Checkout führt. Rabatt- und Bonusprogramme eignen sich außerdem als logische Erweiterungen des Ad-Formats zur Kundenbindung und verstärkten Messbarkeit der Effizienz ebendieser Maßnahmen.

 

DCO und DooH+M steigern Effizienz im Mobile Marketing

Die Kombination aus Dynamic Creative Optimization mit verzahnten Digital-out-of-Home- und Mobile-Kampagnen öffnen neue, individuelle Retargeting-Optionen im Mobile Marketing. Auf Basis von Standortdaten können Nutzer nach dem Kontakt zu einer DooH-Kampagne erneut durch ein dynamisch angepasstes Creative auf dem mobilen Device angesprochen werden. Dabei vergrößert DCO nicht nur die Zielgenauigkeit im Retargeting, sondern vor allem den Impact von DooH+M-Kampagnen.

Denn bei den Nutzern führt die kombinierte und dennoch spezifisch adaptierte Ansprache über mehrere Touchpoints hinweg zu einer größeren Erinnerungswirkung und vermag es – je nach Tonalität der Kampagne – auch, ein Schmunzeln hervorzurufen. Doch Vorsicht: Fühlen sich Nutzer vom dynamischen, kanalübergreifenden Retargeting bedrängt, kann ihnen das Lächeln schnell vergehen. Advertiser sollten auf dem schmalen Grat zwischen effektiver Personalisierung und Zurückhaltung also nicht zu weit gehen.

Verbot von Third Party Cookies ist bei Mobile Vermarktern kaum relevant

Obgleich Third Party Cookies im Mobile Marketing noch nie eine große Rolle gespielt haben, sorgt das bevorstehende Verbot für Unsicherheit in der Onlinemarketing-Branche. Sowohl In-App als auch auf mobilen Websites greift mobiles Marketing für das Targeting in erster Linie auf DMPs und Crawling-Mechanismen zurück. Kontextuelles und semantisches Targeting sind deshalb im Mobile Advertising schon längst an der Tagesordnung. Während sich technologisch gesehen für mobile Vermarkter nicht viel verändert, stehen vor allem im Retargeting und Audience Targeting sowie dem Affiliate Marketing großen Veränderungen bevor.

 

Augmented Reality wird – endlich – zum Game-Changer im digitalen Marketing

Während Augmented Reality (AR) im Marketing bisher aufgrund der geringen Verbreitung der meist kostenintensiven Hardware und mangels erfolgversprechender Usecases ein Nischendasein fristete, dürfte die Technologie 2020 eine Renaissance erleben. Neue AR-Features für Marketer wie etwa von Snapchat geben die Richtung vor. Über sie lassen sich analoge Werbeflächen immersiv erweitern. Neuartige, emotionale und immersive Creatives bahnen Unternehmen künftig den Weg zu jungen Zielgruppen. Auf Basis von AR wird es möglich, verschiedene Kanäle wie Mobile und OOH in Cross-Channel-Konzepten ganz neu zu verknüpfen. Spätestens dann, wenn die ersten AR-Brillen im ansprechenden Design und zu erschwinglichen Preisen zum Lifestyle-Produkt werden, wird Augmented Reality zum echten Game-Changer im digitalen Marketing.

 

Quelle: marketing-boerse.de

 

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